Kind ertrank in Bach: Junge Frau schuldig gesprochen

Erstellt am 11. Februar 2022 | 10:21
Lesezeit: 2 Min
Haftstrafen für zwei Staatsverweigerer am Landesgericht Eisenstadt
Foto: APA/THEMENBILD
Am Freitag ist eine junge Frau am Landesgericht Eisenstadt wegen grobfahrlässiger Tötung eines Zweijährigen nicht rechtskräftig schuldig gesprochen worden.
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Der Bub war Ende August des Vorjahres im Bezirk Oberpullendorf in einen Bach gestürzt und ertrunken. Die 26-Jährige wurde zu sechs Monaten bedingter Freiheitsstrafe sowie einer unbedingten Geldstrafe in Höhe von 720 Euro und je 5.000 Euro Trauerschmerzengeld an die Eltern verurteilt.

Am 23. August befanden sich der Zweijährige von Bekannten und der sechs Jahre alte Sohn der Angeklagten in der Obhut der Frau. Die beiden Buben liefen auf einem Güterweg in Richtung Brücke, wenige Meter dahinter die Begleiterin, die einen Anruf der Kindesmutter annahm.

Das Kleinkind hockte sich dann an den Rand der Brücke und stürzte ins Wasser. Die Angeklagte bekannte sich nicht schuldig, da sie nicht wusste, dass der Bach, anders als normalerweise der Fall, an diesem Tag Hochwasser führte. Die Richterin sah dies anders und sprach in ihrer Urteilsbegründung von Verantwortungslosigkeit und grober Fahrlässigkeit.

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