„Grenzenlos lesen“ goes digital

Die dreiteilige Videoreihe bietet kurze Lesungsausschnitte, aktuelle Themen und die Diskussion darüber.

BVZ Redaktion Erstellt am 25. April 2021 | 04:34
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Erster Drehtermin. Clemens Berger, Laura Untner, Konstantin Vlasich, Theodora Bauer, Felix Emmer und Ralph Darabos vor dem Landesmuseum.
Foto: zVg, zVg

Wie werden globale Themen in burgenländischer Literatur verarbeitet? Und wie ist es zu burgenländischen Emigranten in die USA zu schreiben?: Dies sind die beiden Leitthemen des ersten Videos im Rahmen der Initiative „Grenzenlos lesen goes digital“. Laura Untner (Moderation), Konstantin Milena Vlasich (Regie), Felix Emmer (Initiative) und Ralph Darabos (Kamera) haben eine Videoreihe auf die Beine gestellt, die sich an den vielfältigen Bestandteilen eines Literaturfestivals orientiert – kurze Lesungsausschnitte, aktuelle Themen und die Diskussion darüber – mit Fokus aufs Burgenland und Anspielungen auf das Grenzenlose.

Die erste Episode, die vor wenigen Tagen auf buchwelten.at/grenzenloslesen bzw. noviglas.online/grenzenloslesen online gegangen ist, widmet sich Amerika. Clemens Berger und Theodora Bauer behandeln in ihren Büchern „der Präsident“ und „Chikago“ das Schicksal burgenländischer Auswanderer. Als Drehort wurde das Landesmuseum Eisenstadt ausgewählt, das die Ausstellung „Unsere Amerikaner“ zeigt.

Episode zwei wird Mitte Mai erscheinen und die Volksgruppen und ihre Literatur thematisieren. Gäste werden Anna Schoretits (Burgenland-Kroatin), Olja Alvir (Kroatin), Katharina Janoska (Romnija) und Clemens Prinz (Übersetzer ungarischer Literatur) sein. Es soll um Themen wie das Verhältnis zwischen Minderheits- und Mehrheitssprache, den Wert der Volksgruppenliteratur für Österreich und international sowie um die Verfügbarkeit von Literatur in der jeweiligen Sprache gehen.

Die dritte Episode, deren Veröffentlichung Anfang Juni geplant ist, hat Junge Lyrik als Schwerpunkt. Es werden Raoul Eisele, Bea Schmiedl, Helene Proißl und Konstantin Schmidtbauer lesen. Es geht unter anderem um die Fragen, ob es so etwas wie ein „burgenländisches lyrisches Ich“ gibt und welche Grenzen junge Lyriker in ihrem Schaffen überschreiten.