Ehrenbürger „verewigt“. Die Auffahrt zur Burg wurde Gidon Kremer gewidmet, der Platz vor der Kirche Josef Herowitsch und der Platz vor der Burg Eugen Horvath.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. Juli 2017 (05:00)
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Beim Durchschneiden des roten Bandes: Bürgermeister Christian Vlasich, Kammermusikfest-Geschäftsführerin Klara Bernat und Erhard Busek, Obmann des Kulturvereins Kammermusikfest, wurden von Lara Schlappal, Anna-Sophia Schlappal, Lilith Schnabl und Amelie Erlach unterstützt.
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Die Allee zur Burg, der ersten Festspielstätte des Kammermusikfests Lockenhaus wurde nach einem Beschluss des Gemeinderates am Freitag offiziell als Gidon Kremer-Allee eröffnet.

Bürgermeister Christian Vlasich, Erhard Busek, Obmann des Kulturvereins Kammermusikfest, die bei der Gemeinde eine Straßenbezeichnung zu Ehren Kremers beantragt hatte, und Kammermusikfest-Geschäftsführerin Klara Bernat durchschnitten gemeinsam das rote Band.

"Lockenhaus über Grenzen bekannt gemacht"

„Kremer hat es geschafft, Lockenhaus über die Grenzen bekannt zu machen“, zollte Bürgermeister Christian Vlasich „seinem“ Ehrenbürger Anerkennung. Kremer gründete 1981 das Kammermusikfest Lockenhaus gemeinsam mit Pfarrer Josef Herowitsch, das er bis 2011 leitete. „Wir haben die Aufgabe in Erinnerung zu halten. Ich wünsche mir, dass viele, die hier einbiegen einen Blick auf die Tafel werfen und wissen, wer Gidon Kremer ist und welche Bedeutung er hat“, meinte Busek.

Und weiter: „Gidon Kremer hat gemeinsam mit Josef Herowitsch ein Festival geschaffen, das in der Art einzigartig ist. Die Lebendigkeit des Programms, die Mischung der Künstler und der Ort sind einmalig. Bis 1989 am Eisernen Vorhang gelegen brachte Kremer Künstler hoher Qualität zusammen, obwohl das aus politischen Gründen schwierig war. Auch Komponisten wie Arvo Pärt und Sofia Gubaidulina fanden so zum Publikum des Westens und nahmen die heutige Gemeinsamkeit der Kultur Europas vorweg.

Die Lockenhaus-Programme prägen inzwischen die Konzertsäle des Kontinents und eröffnen Zugänge, die Lockenhaus geschaffen hat und von Nicolas Altstaedt fortgesetzt werden.“ Am Sonntag erhielt dann der Platz vor der Kirche offiziell den Namen Josef Herowitsch-Platz. Der Platz vor der Burg wurde Ehrenbürger Eugen Horvath gewidmet.