Lockenhaus

Erstellt am 19. Januar 2019, 05:49

von BVZ Redaktion

Kirche wird 350 Jahre. Jubiläumsjahr für die Pfarrkirche St. Nikolaus wird mit Verhüllungsaktion zum Tag des Judentums eingeläutet.

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Mit einem „Judenstern“ werden neun der insgesamt 63 Heiligenstatuen im Inneren der Pfarrkirche Lockenhaus zum „Tag des Judentums“, gekennzeichnet. Dieser wird seit dem Jahr 2000 als neuer Gedenktag im Kirchenjahr mit Gedenk- und Bildungsveranstaltungen sowie Gottesdiensten begangen.

Barbara Horvath, die ausführende Künstlerin der Verhüllungsaktion in der Pfarrkirche St. Nikolaus, möchte mit ihrer Kunstinstallation vor Augen führen, dass abgesehen von Moses, auch die „katholischen“ Heiligen Maria und Josef, Johannes und natürlich der Religionsgründer Jesus selbst Juden waren.

Kunstinstallation in der Pfarrkirche. Barbara Horvath kennzeichnet neun Heiligenstatuten, wie diese Herz-Jesu-Statue, mit Judensternen.  |  Christian Ruschitzka/Musica Sacra

Dazu werden die barocken Statuen in einen jüdischen Gebetsschal mit aufgedrucktem Davidstern gehüllt. So soll keine vordergründige Assoziation mit der erniedrigenden Brandmarkung von Menschen durch den gelben „Judenstern“ der Nationalsozialisten hergestellt werden, sondern vielmehr an die tiefe Verbindung von Christen und Juden durch den gemeinsamen Ursprung vom Religionsgründer Moses im Ersten oder „Alten Testament“ der Bibel erinnert werden.

Die Installation wird am Freitag, dem 18. Jänner, um 19.30 Uhr mit Musica Sacra Lockenhaus eröffnet. Es ist das erste Projekt der Reihe „350 Jahre Pfarrkirche Lockenhaus“ und bis zum Fest Darstellung des Herrn, dem 2. Feber, zu besichtigen.