Letzter Auftritt: Chilifish verlässt Bühne. Mit einem Konzert in Wien wird sich die vierköpfige Formation, die oft auch auf Stelzen auftrat, verabschieden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. März 2019 (02:27)
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Chilifish
Beim Hafenfest am Wörthersee. Ab 2011 waren die Chilifish-Musiker Manuel Komosny, Christian Recklies, Friedrich Schnalzer und Michael Nix immer wieder auch auf Stelzen gehend aus einer Höhe von 2,50 Meter zu hören. Ab Herbst geht man getrennte musikalische Wege.
zVg/Chilifish/Eidaxl Combo

Am 7. September wird die Band Chilifish, in der der Lockenhauser Friedrich Schnalzer und der Manager von Burg Lockenhaus, Manuel Komosny, mitspielen, zum allerletzen Mal zu hören sein.

„Nach einer längeren Phase des Sortierens, wie es weitergehen soll, haben wir beschlossen, Chilifish mit der Saison 2019 zu beenden“, erzählt Manuel Komosny. „Wir durften in der langen Zeit auf großartigen Events und Veranstaltungen spielen. Nun ist die Zeit für Veränderung gekommen und wir wollen uns mit einem Konzert in Wien verabschieden.“ Dieses wird am 7. September im „local“ in Wien (Nähe Spittelau) zu hören sein. Zuvor wird es noch am 23. Juni einen Auftritt im Rahmen von „fabelhaft!NIEDERÖSTERREICH“, einem von vier Events des International Storytelling Festivals im Kurpark Bad Schönau geben.

„Wir durften in der langen Zeit auf großartigen Events und Veranstaltungen spielen. Nun ist die Zeit für Veränderung gekommen und wir wollen uns mit einem Konzert in Wien verabschieden.“

Chilifish wurde 2008 aus der Taufe gehoben, die Geschichte der Band reicht aber bis ins Jahr 2002 zurück. Damals trafen an einem Lagerfeuer im Burgenland Friedrich Schnalzer mit seiner Trommel und Manuel Komosny mit seinem Didgeridoo aufeinander – der Beginn einer langjährigen Musikerfreundschaft. Das erste Projekt der beiden mit dem Namen f&m’s verstand sich als Improvisationsplattform.

Friedrich Schnalzer eignete sich über die Jahre zahlreiche Instrumente wie Ballafon, Tin Wistle, Kalimba, Ukulele, etc an. Manuel Komosny, der schon damals zu den besten Didgeridoo-Spielern Österreichs gehörte, bestellte sich einen „Face-Bass“ direkt aus Australien, perfektionierte den Umgang mit dem Loop Gerät und sorgte mit seinen Drum-Samples für den notwendigen Groove. Als es Zeit war dieser neuen Art von Musik einem neuen Namen zu gebe, war dies im Jahr 2008 die Geburtsstunde von Chilifish.

Vom Donauinselfest bis zur Wachau-Starnacht

Im selben Jahr wurde die erste gemeinsame CD „bissi scharf“ präsentiert und es war auch das Jahr, bei dem man erstmals bei Straßenkunstfestivals und zwar in Linz und Villach spielte.

In Villach war Chilifish seitdem jedes Jahr dabei und gehört mittlerweile zu den Highlights des Festivals. Nach gemeinsamem Jammen in Villach stieß dort 2009 auch Christian Recklies zur Band. Und als 2010 Michael Nix, Human Beat-Boxer und Saxofonist, in Vertretung von Recklies Chilifish zum Straßenkunstfestival Villach begleitete, war nach zwei Tagen und zwei durchgejammten Nächten sowie sechs Konzerten klar: Chilifish sind nun zu viert. 2011 gab man dann wieder in Villach ein erstes Konzert auf Stelzen in 2 Meter 50 Höhe.

Weitere Highlights der Bandgeschichte waren vor fünf Jahren das Bodypainting Festival Pörtschach, wo man als Vorgruppe von Adel Tawil vor 5.000 Besuchern spielte, die beiden Auftritte auf der „Bühne der Menschenrechte“ beim Donauinselfest, ein Stelzen- und Bühnenauftritt 2018 im Austria Center Wien vor 1.600 Besuchern, 5 Jahre musikalische Begleitung auf Stelzen des VIP-Bereichs der Starnacht Wachau sowie der Auftritt in der ORF-Liveshow „Die große Chance“ 2011. Außerdem hat man im Laufe der Jahre insgesamt vier CDs herausgebracht, von denen es noch einige Exemplare der Alben „Fliang“ und „Frogts uns“ zu kaufen gibt (manuel@chilifish.at).

Neuer musikalischer Weg mit Eidaxl-Combo

„Jeder von uns geht nun seine musikalischen Wege“, schildert Manuel Komosny, der mit Friedrich Schnalzer seine musikalische Reise als Eidaxl-Combo fortsetzt zwischen Mundart-Liedern, Kabarett-Elementen und ausgewählten Austropop-Liedern.

Eidaxl-Combo
Konzert im Bezirk. Als Eidaxl-Combo sind Manuel Komosny und Friedrich Schnalzer am 6. April in Lockenhaus zu hören.
Eidaxl-Combo

Im aktuellen Programm „Hoits die Goschn!“ verschmelzen humorvoll und mit Niveau Themen wie FKK, Alkohol, Liebe und Flatulenzen mit ausgewählten Austropop Liedern. Am 6. April (19.30 Uhr) ist die Eidaxl-Combo bei einem Wirtshauskonzert in der Burgtaverne Lockenhaus zu hören