Erwin Ohr: Kriminalpolizist mit Leib und Seele. Erwin Ohr aus Lutzmannsburg liebte seinen Beruf als Kriminalpolizist und die damit verbundenen Aufgaben.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 22. Juni 2018 (06:00)
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Mehr als nur ein Job. Erwin Ohr bekam rund 20 Belobigungen für besondere Leisungen.
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Spurensicherung, Nachforschungen bei Eigentumsdelikten und Prävention zählten seit 1990 zu Erwin Ohrs Hauptaufgaben. Der Lutzmannsburger trat im Mai nach mehr als 40 Jahren im Polizeidienst seinen Ruhestand an. „Ich hätte schon vor fünf Jahren in Pension gehen können, aber die Kameradschaft unter den Kollegen hat super gepasst und die Chefleute waren spitze. Ich konnte Leute helfen, die zu Schaden gekommen sind, und das faszinierte mich an meinem Beruf“, so Ohr.

1977 besuchte Ohr die Polizeischule in Wien. Danach war er kurz im 19. Bezirk stationiert, auf Wunsch kam er in den zweiten Bezirk. „Ich wollte in einen Bezirk, wo Action ist“, erinnert sich Ohr. 1983 ergriff er die Chance, ins Burgenland versetzt zu werden. Er war kurzfristig in Großwarasdorf, im März 1984 wechselte er nach Deutschkreutz, welche seine Stammdienststelle bis zur Pensionierung war. 1989 absolvierte Ohr eine Tatortschulung und war seither für Kriminalfälle zuständig.

„Ich arbeitete zum Beispiel nach dem Rohrbombenattentat mit vier Toten (1995) in Oberwart mit, beim Schusswechsel in Hirtenberg 2011, bei dem ein Polizist und der Schütze getötet wurden, oder beim Mehrfachmord des Wilderers von Annaberg 2013. Auch bei dem Flüchtlingsdrama auf der A4 unterstützte ich die Ermittlungen im Hintergrund“, schildert Ohr.

Für den Kriminalpolizisten war sein Job sein Leben. „Bei jedem Delikt musste ich ein Puzzle zusammenstellen. Man musste sich in die Lage des Täters versetzen können“, so Ohr. In seiner Karriere bekam der Lutzmannsburger rund 20 Belobigungen für besondere Leistungen. In seiner Pension will er jetzt die Freizeit genießen, Sport machen und den Kontakt mit seinen ehemaligen Kollegen aufrecht erhalten.