Lucas Dinhof: Von Informatik zur Kunst. Ausgleich zu Studium und Job im IT-Bereich: Lucas Dinhof aus Mannersdorf ist freischaffender Künstler und möchte andere mit seinen abstrakten Gemälden zu aktuellen Themen inspirieren.

Von Anna Tritremmel . Erstellt am 07. März 2022 (03:41)
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Großformatige Kunstwerke. „Meine Bilder kann man als gesellschaftskritisch, aber auch als harmonisch betrachten“, erklärt Lucas Dinhof.
Foto zVg

Lucas Dinhof ist bereits seit seiner Kindheit an Kunst interessiert. Beruflich ist er als Informatiker im IT-Security Bereich und als Sicherheitsberater im IT-Umfeld für Unternehmen tätig. Er absolvierte 2015 den Bachelor des Studienganges „IT Infrastruktur Management“ an der Fachhochschule Burgenland und macht gerade den Master in Data Science und IT-Sicherheit in Deutschland, den er nächstes Jahr abschließen wird.

Da er sich zusätzlich kreativ ausleben wollte, begann er seine eigenen Werke zu kreieren und künstlerisch tätig zu sein. „Kunst ist für mich mit Informatik verbunden, Technik bedeutet ja auf Altgriechisch Kunst. Das Kreativ-Sein ist eine Art Meditation und der perfekte Ausgleich zu Studium und Job“, erklärt Dinhof, der sich das Malen selbst beigebracht hat und schon bis zu 200 Kunstwerke gemalt hat.

Abstrakte Gemälde mit aktuellem Schwerpunkt

Der Künstler möchte mit kritischen und abstrakten Kunstwerken die Gelegenheit schaffen, in eine verborgene Welt einzutauchen. Aktuelle Themen sind ihm besonders wichtig, die er in seinen Bildern zum Ausdruck bringt und damit andere zum Nachdenken anregen möchte. Beim Gemälde „Save coral reefs“ stellte der 36-jährige beispielsweise den Klimawandel mit verdorbenen Korallenriffen dar.

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International unterwegs. Lucas Dinhof stellte auch schon in Florenz und Bremen aus.
Foto: zVg

„Meine Bilder kann man als gesellschaftskritisch aber auch als harmonisch betrachten. Ich möchte andere dazu ermutigen in Harmonie mit ihren Mitmenschen, anderen Lebewesen und der Umwelt zu leben“, so Dinhof. Seine Kunstwerke mit Ornamenten, Mustern und Symbolen sind konkreter, dennoch haben diese einen hohen Abstraktions- und Detailgrad. Bei der Auswahl der Muster hat der Künstler oft spontane Ideen, bei manchen Gemälden findet aber auch durchdachtes Brainstorming statt.

Auch Aktmalerei und Portraits zählen zu seinen Mal-Genres, er ist aber mehr auf abstrakte Malerei spezialisiert. Der Künstler arbeitet mit zahlreichen Materialien wie Epoxidharz, Kunstharz, Lack, Acryl, Sand sowie Airbrush. Die Hilfsmittel hängen von der Art und dem Schwerpunkt des Bildes ab. Für seine Ausstellung in einem Restaurant hat er zum Beispiel ein Gemälde mit Gewürzen wie Safran gemalt. „Die Verwendung von verschiedensten Hilfsmitteln kann sehr aufwändig sein.

Für die Fertigstellung eines Bildes benötige ich mehrere Wochen“, betont Dinhof. Aktuell arbeitet der 36-jährige an einem Gemälde in Großformat, dessen Rahmen er selbst gebaut hat. Das Bild soll das Thema Illusion mit Verwendung von vielen Schichten und Epoxidharz darstellen. Die Werke, die er mit Epoxidharz hergestellt hat, sind für ihn am Wichtigsten, besonders aber die abstrakten Gemälde „The Maya Connection“ und „A new universe is born“, die beide aus Epoxidharz und Acryl bestehen. Dinhof ist Mitglied bei der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, der IG der bildenden Künstler Österreichs und der Kulturvernetzung Niederösterreich.

In Mannersdorf an der Rabnitz besitzt er ein eigenes Atelier, in dem er gerne malt und das nach Anfrage besucht werden kann. Im Sommer möchte er auch eine kleine Ausstellung in seinem Atelier abhalten. Lucas Dinhof hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Ausstellungen und ist international vernetzt. Nicht nur in Österreich, sondern auch von Florenz in Italien bis hin zu Bremen in Deutschland konnte man Ausstellungen von ihm sehen. All seine Bilder und weitere Informationen sind auf seiner Website unter www.lucas-dinhof-art.com ersichtlich.