Mannersdorf an der Rabnitz

Erstellt am 16. November 2016, 09:31

von BVZ Redaktion

Trinkwasser verunreinigt: Fäkalbakterien nachgewiesen. In Mannersdorf, Klostermarienberg und Unterloisdorf muss das Wasser abgekocht werden. Verband arbeitet daran, Wasserqualität schnell wieder herzustellen.

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Vorigen Donnerstag wurde der Wasser- und Abwasserverband Lockenhaus und Umgebung vom Trinkwasseruntersuchungslabor verständigt, dass in einigen Wasserproben Fäkalbakterien nachgewiesen wurden.

Betroffen waren Mannersdorf, Klostermarienberg und Unterloisdorf. Die Wasserbezieher wurden sofort verständigt, dass aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes das Trinkwasser derzeit als nicht sicher – für den menschlichen Verzehr ungeeignet – zu beurteilen ist und nur in verlässlich desinfiziertem Zustand für Trink- und Hausbrauchzwecke verwendet werden darf.

"Reine Vorsichtsmaßnahme“

„Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme“ meint Verbands-Obmann Stefan Hauser. „Wasser ist das am genauesten untersuchte Lebensmittel. Es wird laufend überwacht und kontrolliert. Es ist selbstverständlich, dass man die Leute informiert, aber viele lassen sich verunsichern Man kann das Wasser für alles verwenden. Nur zum Trinken sollte man es vorher abkochen.“

Als mögliche Ursache für die Bakterien werden laufende Bauarbeiten im Bereich des Hochbehälters Mannersdorf vermutet. Diese waren auch der Grund, warum eine Überprüfung erfolgt ist. „Wenn wir Umbauarbeiten machen, werden Proben entnommen“, berichtet Hauser. Eine Chlorierung des Hochbehälters und des Ortsnetzes wurde umgehend durchgeführt.

Kostenloses Mineralwasser

Seitens des Verbandes zeigt man sich bemüht, so schnell als möglich wieder eine gute Wasserqualität zur Verfügung zu stellen. Zwischenzeitlich hat der Verband seinen Wasserbeziehern auch Mineralwasser zur Verfügung gestellt, das kostenlos in Unterloisdorf im Dorfzentrum bzw. in den Feuerwehrhäusern Mannersdorf und Klostermarienberg abgeholt werden kann.

Klostermarienberg ist heuer übrigens bereits das zweite Mal von Bakterien im Trinkwasser betroffen. Vor etwa eineinhalb Monaten wurde im Zuge von Kanalbauarbeiten von einer Firma eine Wasserleitung abgerissen und so kamen damals Bakterien ins Trinkwasser.

Im aktuellen Fall wartet der Verband nun auf die Ergebnisse einer neuen Wasserprobe, die bereits weggeschickt wurde. „Diese Woche sollte es wieder einwandfrei funktionieren“, so Hauser.