Feuerwehr: Wechsel im Kommando

Aktualisiert am 23. November 2016 | 11:03
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Bezirksfunkreferent Ferdinand Koo legt nach elf Jahren seine Funktion in jüngere Hände.
Werbung
Anzeige

168 Feuerwehrleute von 61 der 63 mittelburgenländischen Feuerwehren tagten in Markt St. Martin. Bei der Herbsthauptdienstbesprechung gab Bezirksfunkreferent Ferdinand Koo seinen Rücktritt mit Jahresende bekannt.

"Aufgaben in jüngere Hände legen"

„Es ist Zeit diese Aufgaben in jüngere Hände zu legen“, so Koo. Seit 2006 hatte er 34 Funklehrgänge mit 860 erfolgreichen Teilnehmern organisiert, schon seit 1994 war er als Ausbildner tätig gewesen. Sein Nachfolger wird in der Bezirkskommandositzung Mitte Dezember bestimmt. Koo wird aber Bezirkskassier bleiben.

„Und natürlich wird euch meine Stimme bei Veranstaltungen weiter zur Verfügung stehen“, so Koo zu seinem „Nebenjob“ als Moderator bei Wettkämpfen und Co. Neuer Ausbildungsreferent im Bezirk ist Bezirksfeuerwehrinspektor Kurt Kappel. Bezirkskommandant-Stellvertreter Christian Faymann, der diese Aufgabe bisher ausgeführt hat, wird diese als Landesreferent für Ausbildung und Leistungsprüfungen weiterführen.

Feuerwehr-Umfrage als Aufreger-Thema

Für Aufregung bei der Tagung sorgte die Befragung zum neuen Feuerwehrgesetz. „Es ist mir wichtig zu sagen, dass die Umfrage berechtigt ist und wir uns auf ein neues Feuerwehrgesetz freuen. Dieses soll uns aber bei der Bewältigung unserer Aufgabe helfen und uns nicht mit bürokratischen Aufwendungen binden, die jede Wehr treffen werden“, meinte Bezirkskommandant Martin Reidl hinsichtlich Direkt-Wahl und periodischer Wiederwahl von Kommandanten und Stellvertretern.

„Ich bin der Überzeugung, bis jetzt war es auch nicht anders“, so Reidl. Er verwies darauf, dass es kaum Fälle gegeben habe, wo ein Kommandant über die Wehr hinweg bestimmt wurde. Auch künftig sollte seiner Meinung nach die Ortsfeuerwehr entscheiden können, wie sie ihre Führung wählt, also mit Handzeichen, Stimmzettel oder geheim.

Auch eine Periode einzuführen, hält Reidl nicht für sinnvoll, da Beispiele anderer Bundesländer gezeigt hätten, dass sich so schon Feuerwehren gespalten haben. „Jeder soll für sich selbst entscheiden können, wie lange er in einer Führungsposition seiner Wehr sein kann und will.“ Kritik wurde auch angesichts der Verpflichtung zur Beantwortung statistischer Fragen und der Angabe der Feuerwehrnummer laut, weil man die Anonymität gefährdet sieht.

Weiterlesen nach der Werbung