Güterwege als Lebensadern. In Horitschon wird gerade der 4.000ste Kilometer Güterweg im Burgenland gebaut. Der „Blaufränkischweg“ wird in der Betonspurweise errichtet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Mai 2019 (04:19)
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Beim 4.000sten Kilometer. Bürgermeister Georg Dillhof, Baudirektor Wolfgang Heckenast, Landesrat Heinrich Dorner, Wegebauobmann Michael Iby-Lehrner und Wolfgang Haslehner (im Bild mit Erwin Csebich und Peter Hahn).

Am Horitschoner „Blaufränkischweg“ wird derzeit der 4.000ste Kilometer Güterweg im Burgenland gebaut. „Gerade bei unseren ländlichen Strukturen ist der Güterwegebau von hoher Bedeutung“, betonte Infrastrukturlandesrat Heinrich Dorner.

Güterwege seien Lebensadern, die nicht nur für die Landwirtschaft, sondern auch für die Wirtschaft und den Tourismus wichtig sind. Der „Blaufränkischweg“ wird in der Betonspurweise gebaut. Die Fahrstreifen des Spurweges in Horitschon sind jeweils 113 Zentimeter breit, der Grünstreifen dazwischen ist 75 Zentimeter breit. „Durch die zwei Streifen wird nicht zu schnell gefahren und auch das Wasser kann besser abrinnen bzw. versickern“, so Wegebauobmann Michael Iby-Lehrner. Der Weg sei durch die Nähe zum Dorf auch als Spazierweg beliebt.

„Spurwege werden errichtet, wo ein Bau möglich und sinnvoll ist"

Wolfgang Haslehner, Leiter des Referates für ländliche Strukturen, hob die Vorteile von Spurwegen für Fauna und Kleinsttiere hervor: „Spurwege werden errichtet, wo ein Bau möglich und sinnvoll ist. Diese fügen sich besser in die Landschaft ein. Es werden weniger Flächen durch Betondecken versiegelt.“ Im Burgenland sind von 4.000 Kilometern nur 17 Kilometer als Betonspurwege ausgestaltet.

Baudirektor Wolfgang Heckenast betonte die Berücksichtigung von ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten beim Güterwegebau: „Bei der Vergabe werden regionale Betriebe berücksichtigt, die in die Projekte eingebunden werden. Die Baudirektion des Landes erledigt bei diesen Projekten rund 20 Prozent der Arbeiten selbst und erwirtschaftet mit dem Güterwegebau rund 12 Millionen Euro im heurigen Jahr.“

„Der Bau des ‚Blaufränkischwegs‘ in Horitschon ist eine innovative Variante, die viele positive Eigenschaften hinsichtlich Flächenverbrauch, Bodenversiegelung und in Bezug auf die landschafts- und tierökologische Verträglichkeit aufweist“, so Landesrat Heinrich Dorner.