Drogenprozess: Cannabis-Plantage entdeckt. Eine angeblich zufällig neben der S31 entdeckte Cannabis-Plantage ernteten drei junge Männer ab. Einer von ihnen wurde jetzt verurteilt.

Von Elisabeth Kirchmeir. Erstellt am 01. Juni 2017 (04:18)
Symbolbild/Bilderbox.com
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Angeblich von der Schnellstraße aus hatte ein 25-jähriger Drogenkonsument in einem Wald nahe Neutal eine professionell angelegte Cannabisplantage entdeckt.

Im November 2016 erntete er die Plantage gemeinsam mit einem 27-jährigen Notstandshilfebezieher aus dem Bezirk Oberwart und einem weiteren Mann ab. Während der 25-Jährige kürzlich bereits verurteilt worden war, musste sich der 27-Jährige vorige Woche vor Richter Andreas Beneder verantworten. Ihm wurde nicht nur zur Last gelegt, beim Abernten der Drogenplantage geholfen und dafür selbst einen halben Kilogramm getrocknete Cannabisblüten bekommen zu haben, er soll zusätzlich 2015 und 2016 in einem Nebengebäude seines Wohnhauses selbst Cannabis angebaut haben.

33 fast erntereife Hanfpflanzen fand die Polizei bei einer Hausdurchsuchung bei ihm vor. Nur vier Tage nachdem sein Sohn zur Welt gekommen war, wurde der wegen Suchtmittelmissbrauchs dreifach vorbestrafte 27-Jährige verhaftet. Vor Gericht gab er an, unter dem schlechten Einfluss von Freunden rückfällig geworden zu sein. Er habe pro Tag drei bis vier Joints geraucht. Die Zeit in der Haft habe ihn aber geläutert, so der Angeklagte.

„Ich möchte nicht wie mein Vater werden, der getrunken hat“, sagte er vor Gericht. „Ich möchte ein besserer Mensch werden.“ Der junge Mann wurde zu 15 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, davon zehn Monate auf Bewährung. Er muss sich einer ambulanten Drogentherapie unterziehen. „Nützen Sie die Chance!“, empfahl ihm der Richter. „Ihr Kind will mit seinem Papa aufwachsen.“