Ortschefin und Eltern berufen gegen Schul-Stilllegung. Bürgermeisterin Angelika Mileder und betroffene Eltern protestieren gegen Stilllegung der Volksschule Frankenau.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 30. August 2017 (05:57)
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336 Erstklassler (das sind fünf weniger als 2016/17) wird es im kommenden Schuljahr im Mittelburgenland geben. Allerdings wird eine Schule, nämlich die Volksschule Frankenau, ihre Pforten heuer voraussichtlich nicht öffnen. Sie soll nach Beschluss der Landesregierung stillgelegt werden. Zwei Schüler sind betroffen, die nun die Schule in Unterpullendorf besuchen sollen.

„Eltern sind nicht angehört oder informiert worden“

„Ich als Bürgermeisterin und die betroffenen Eltern haben Berufung gegen diesen Bescheid eingelegt. Die Gemeinde und die betroffenen Eltern sind nicht angehört oder informiert worden“, so Bürgermeisterin Angelika Mileder (ÖVP). Man habe in der Gemeinde einen Arbeitskreis gegründet und einen Planer beauftragt, alle Schulstandorte in der Gemeinde zu prüfen.

Die Gesamtschülerzahl in den Volksschulen sinkt um 8 Schüler auf 1.350. In den Neuen Mittelschulen werden 216 Schüler beginnen, das sind 8 mehr als im Vorjahr. Insgesamt gibt es in den Neuen Mittelschulen des Bezirks 2 Schüler mehr als 2016/17. Die Schülerzahl in der Polytechnischen Schule ist von 63 auf 46 Schüler gestiegen.
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Vizebürgermeister Paul Fercsak (SPÖ) verweist ebenfalls auf den Arbeitskreis. „Wir meinen, dass es schwierig ist, an zwei Standorten Nachmittags- und Mittagsbetreuung anzubieten. Daher ist eine gemeinsame Schule das Ziel. Es gab zwei Infoabende des Landesschulrates. Bei diesen hieß es, dass es bei zwei Kindern schwierig sei, den Lehrplan einzuhalten.“

Man könne die Schule, sofern es wieder mehr Schüler gibt, wieder aufsperren. „Ich hoffe, dass wir jetzt damit nicht die Chance auf eine gemeinsame Schule verspielen“, so der Vizebürgermeister.

Seitens der zuständigen Abteilung 7 (Bildung, Kultur und Gesellschaft) des Landes heißt es, dass die Beschwerde eingelangt ist.

„Es handelt sich dabei um ein laufendes Verfahren, die Beschwerde wird so schnell wie möglich bearbeitet“, führt die provisorische Abteilungsvorständin Claudia Priber auf Anfrage der BVZ aus.