Ritzinger borgen der WM ihr Flutlicht. Die Leuchten aus dem Sonnenseestadion des SC Ritzing werden bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft im Tiroler Seefeld die Sprungschanze ausleuchten.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. November 2018 (05:35)
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Lassen bald Weltmeister erstrahlen. Die Leuchten des Ritzinger Sonnenseestadions übersiedelten kürzlich vorübergehend in den WM-Austragungsort Seefeld.
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Das Flutlicht des Sonnenseestadions ist ausgewandert – zumindest vorübergehend. Vergangene Woche haben Techniker 80 Leuchten von den Flutlichtmasten abmontiert, vorsorglich verpackt und dann in einen Lastwagen Richtung Tirol verladen. Dort werden sie Athleten Licht spenden, die bei der Nordischen Skiweltmeisterschaft beim Skispringen in Seefeld an den Start gehen.

„Das ist für beide Seiten eine faire Geschichte“

„Die Neuanschaffung hätte den Veranstaltern 160.000 Euro gekostet. Nun bezahlt man Miete, einen adäquaten Betrag – einen Bruchteil davon, was eine Neuanschaffung kosten würde. Das ist für beide Seiten eine faire Geschichte“, erklärt Silvia Kovacs, Marketing-Leiterin des Vinea Ressorts und des SC Ritzing. Denn wie Kovacs aus Erfahrung weiß, ist die Anschaffung einer Flutlichtanlage sehr kostspielig. In Ritzing hat man dafür 380.000 Euro in die Hand genommen.

Auf der Suche nach einer passenden Flutlichtanlage hatten die Organisatoren der Nordischen Skiweltmeisterschaft zunächst bei verschiedenen Bundesligavereinen angefragt. „Bei diesen ist es sich zeitmäßig nicht ausgegangen, weil die Nordische Weltmeisterschaft von 19. Feber bis 3. März dauert und diese in der Zeit spielen. Ritzing hat das erste Match im Frühjahr zwar am 2. März, aber auswärts. Es geht sich also locker aus, dass bis zur Woche darauf die Leuchten wieder da und montiert sind“, so Kovacs.

Entscheidend für die WM-Veranstalter war auch, dass die Ritzinger Lampen zwischen 860 und 900 Lux Lichtstärke haben und somit für Live-Übertragungen im Fernsehen HD-tauglich sind.

Dass die Leuchten schon jetzt nach Tirol übersiedelt sind, hat pragmatische Gründe. Der höchste Mast im Skisprungstadion ist 48 Meter hoch und eine Montage der Lampen bei Schneeverhältnissen daher nicht einfach. Deshalb wurde bereits mit dem Aufbau begonnen.