Erneute Forderungen nach Sicherheitsausbau. Nach einem schweren Unfall mit vier Toten auf der S31 (Burgenland Schnellstraße) vom Sonntag fordert die ÖVP, den Sicherheitsausbau der Schnellstraße bis nach Oberpullendorf durchzuführen. Derzeit laufen Baumaßnahmen im Bereich des 23 Kilometer langen Teilstücks vom Knoten Mattersburg bis zur Anschlussstelle Weppersdorf.

Von APA / BVZ.at. Update am 23. September 2019 (14:32)
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In der Vergangenheit hätten sich überdurchschnittlich viele Unfälle auf der S31 zugetragen. "Eine Mitteltrennung wird zwar gerade gebaut, jedoch nur bis zur Anschlussstelle Weppersdorf. Das ist nicht genug. Wir fordern vehement einen Sicherheitsausbau auch auf den letzten acht Kilometern bis nach Oberpullendorf", stellten ÖVP-Verkehrssprecher Georg Rosner und Landtagsabgeordneter Patrik Fazekas in einer Aussendung fest.

Der Verkehr auf der S31 habe in den vergangenen Jahren zugenommen, das zeigten auch die vermehrten schweren Unfälle. "Deshalb war dieser Sicherheitsausbau mit Fahrbahnverbreitung und Mitteltrennung dringend notwendig", so die ÖVP-Mandatare. Der Unfall vom Sonntag verdeutliche, wie unerlässlich eine Verbreiterung der Fahrbahn samt Mitteltrennung auch auf den verbleibenden acht Kilometern bis nach Oberpullendorf sei.

Frontalzusammenstöße zu 100 Prozent ausschließen

Für einen vollständigen Sicherheitsausbau der S31 spricht sich Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) aus. In seiner Funktion als Infrastruktur-Landesrat bekomme dieses Thema hundertprozentige Unterstützung.  Es sei der Plan der ASFINAG, dass alle vierspurigen Schnellstraßen diesen Sicherheitsausbau bekommen würden. "Deshalb wird auch dieser letzte Streckenabschnitt, nehme ich an, in der Planung sein", so der Landesrat. Man werde sich "selbstverständlich mit der ASFINAG abstimmen".

Es sei ein wichtiges und heikles Thema, mit dem man nicht „politisch spielen“ sollte. "Ich glaube, dass es von extremem Nachteil ist, hier andere Themen zu vermischen", warnte er. Einwände, wie den befürchteten Bau einer Autobahn oder dass es vermehrt zu Geschwindigkeitsübertretungen kommen könnte, wies er zurück. "Das ist ein Sicherheitsausbau und eines der wesentlichen Merkmale, die hundertprozentig ausschließen würden, dass es zu frontalen Zusammenstößen kommt", erläuterte er.

Im Hinblick auf den tödlichen Verkehrsunfall, der sich am Sonntag auf der Schnellstraße ereignete, hatten ÖVP sowie das Bündnis Liste Burgenland (LBL) gefordert, auch das acht Kilometer lange Teilstück der S31 von Weppersdorf bis nach Oberpullendorf in den Sicherheitsausbau einzubeziehen. Dieser sieht unter anderem eine Verbreiterung der Fahrspuren und die Errichtung einer Mitteltrennung vor.

Kölly: "Mittelleitschiene würde erheblich zur Verkehrssicherheit beitragen"

Landtagsabgeordneter Manfred Kölly (Liste Burgenland) meinte: „Ich verlange schon seit mehreren Jahren und aus gegebenen Anlass erneut mit Nachdruck einen Ausbau der Mittelleitschiene auf der S31 bis Oberpullendorf. Zwischen Weppersdorf und Neutal kommt es zu den meisten schweren Unfällen. Eine Mittelleitschiene würde erheblich zur Verkehrssicherheit beitragen.“