So hat Oberpullendorf gewählt. ÖVP liegt im Mittelburgenland um 9,3 Prozent vor SPÖ, auch Grüne und NEOS konnten zulegen.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 29. September 2019 (22:04)
Grabner
Freude über Wahlerfolg. ÖVP-Bezirksparteiobmann Nationalratsabgeordneter Niki Berlakovich stieß mit den Kandidatinnen Andrea Pfneiszl und Petra Herz an.

Schon bei der Nationalratswahl 2017 hatte die ÖVP von einem historischen Ergebnis gesprochen, weil man mit einem Vorsprung von 0,5 Prozent das erste Mal seit 40 Jahren bei einer Wahl im Bezirk wieder stimmenstärkste  Partei  vor der SPÖ geworden ist. Dieses Mal konnte man nochmals um 665 Stimmen (6 Prozent) auf 41,8 Prozent zulegen und damit gleichzeitig einerseits über die 40 Prozent-Marke klettern und andererseits den Abstand zur SPÖ auf 9,3 Prozent ausbauen.

Obwohl  die SPÖ im Bezirksvergleich mit 32,5 Prozent Stimmenanteil an erster Stelle lag, musste  man in 24 der 28 mittelburgenländischen Gemeinden (außer Lackendorf, Unterfrauenhaid, Unterrabnitz-Schwendgraben und Weingraben) Verluste hinnehmen, was gegenüber 2017 ein Gesamtminus von  2,7 Prozent bedeutete.

Noch härter traf es die FPÖ, die wie im ganzen Land so auch in allen 28 mittelburgenländischen Gemeinden Verluste hinnehmen musste. Hatte man 2017 noch um  7,5 Prozent zugelegt und 1.949 Stimmen gewonnen, so gingen dieses Mal 2.105 Stimmen verloren (-7,4 Prozent).

Deutlich zulegen konnten im Bezirk hingegen die Grünen und zwar um  820 Stimmen bzw. 3,9 Prozent. Damit blieb man allerdings unter dem Landesschnitt, der das historisch beste Ergebnis der Grünen Burgenland bei einer Nationalratswahl darstellt. Auch die NEOS hatten ein Plus von 1,7 Prozent (336 Stimmen) zu verbuchen.

Der Bezirk Oberpullendorf war innerhalb des Burgenlandes mit 72,2 Prozent auch jener mit der höchsten Wahlbeteiligung (ohne Wahlkarten), im Landesschnitt lag diese bei  70,5 Prozent.

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