Immaterielles Kulturerbe: Große Ehre für die Region. Das Fahnenschwingen Neckenmarkt (österreichweit) und die Handwerkstradition des Blaudrucks (weltweit) wurden aufgenommen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Dezember 2018 (04:43)
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Im Wintersportmuseum. Denise Hutter, Sarah Tesch, Stefanie Ranz, Reinhard Gebert, Johannes Trimmel, Silke und Wolfgang Racz, Julian Zörfusz, Gerhard Schütter, Thomas Beisteiner, Hannes Igler und Georg Schubaschitz machten vor der UNESCO-Verleihung einen Stopp in der Nachbargemeinde Haus.

Die Österreichische UNESCO-Kommission lud gemeinsam mit dem Regionalmanagement Bezirk Liezen zu einer großen Veranstaltung nach Schladming in die Steiermark. Denn an 14 Traditionsträger aus ganz Österreich wurden feierlich die Urkunden für die Aufnahmen der jeweiligen Traditionen und Elemente in das Nationale Verzeichnis übergeben, darunter war auch das Fahnenschwingen aus Neckenmarkt.

Kim Roznyak
Fahnenschwingen Neckenmarkt. Fahnenpatin Silke Racz, Kommandant Julian Zörfusz, Amtsleiter Georg Schubaschitz, Gabriele Eschig (Generalsekretärin der Österreichischen UNESCO-Kommission), Fähnrichmädchen Sarah Tesch, Bernhard Gamsjäger, Bürgermeister Hannes Igler und Fähnrich Reinhard Gebert nahmen die Urkunde entgegen.

„Die Gemeinde Neckenmarkt ist sehr erfreut über die Aufnahme in die nationale Liste des Immateriellen Kulturerbes und diese Auszeichnung berührt uns sehr. Es ist auch ein Dankeschön für die gelebte Tradition des Fahnenschwingens in Neckenmarkt“, erklärt Bürgermeister Hannes Igler.

Das Neckenmarkter Fahnenschwingen wird vor allem am Sonntag nach dem Fronleichnamsfest, aber auch bei anderen Feierlichkeiten in der Gemeinde seit Jahrhunderten abgehalten. Das Wissen um die Durchführung (Sprüche, Technik des Schwingens, Rollenverteilung, etc.) wird innerhalb der verantwortlichen Burschenschaft und Gemeinde von einer Generation an die nächste weitergegeben.

Das UNESCO-Komitee zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes hat bei der Tagung 2018 weltweit insgesamt 31 Elemente und Traditionen aufgenommen – so auch die Handwerkstradition des Blaudrucks.

Traditionsträger dieser jahrhundertealten Technik aus fünf Ländern haben sich zusammengetan, um die Tradition des Handblaudrucks international sichtbar zu machen und auf sein sukzessives Verschwinden aufmerksam zu machen. In Österreich existieren nur noch zwei Familienbetriebe, darunter Original Blaudruck Koó aus Steinberg.

Kim Roznyak
Handblaudruck. Miriam Schwack und Joseph Koó von der Blaudruckerei Koó Steinberg mit Maria und Karl Wagner von der Blaudruckerei Wagner aus Oberösterreich. Mit am Foto Gabriele Eschig. Fotos: Roznyak