Damwild in Lackenbach gesichtet

Erstellt am 10. Mai 2020 | 05:20
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Gesichtet. Eine Wildkamera hat die fünf Tiere abgelichtet.
Foto: BVZ
Damwild ist in freier Natur selten, da es in der Region nicht heimisch ist. In Lackenbach leben jetzt fünf Stück.
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Damwild ist in der Region eigentlich nicht heimisch. Dennoch sind vor Kurzem fünf Stück in der Nähe von Lackenbach von einer Wildkamera aufgezeichnet worden. Ursprünglich aus Vorderasien stammend, wurden die Tiere vor einigen hundert Jahren in Mitteleuropa angesiedelt.

Im Burgenland wurde Damwild vor allem in Gattern gehalten, in freier Wildbahn kommt es kaum vor. „Gelegentlich kommt es vor, dass Damwild aus den Gattern ausbricht und dann frei in den Wäldern lebt“, sagt Bezirksjägermeister Herbert Pfeiffer. Einige würden auch von Ungarn ins Burgenland kommen.

Damwild ist vom Abschussplan der Jäger nicht eigens erfasst, das bedeutet, sie fallen unter die Regelungen für anderes heimisches Wild. Ein Abschuss steht jetzt aber ohnehin nicht im Raum da „sie aktuell Schonzeit haben und drei der Tiere trächtig sind“, erläutert Pfeiffer.

Neben den drei trächtigen Tieren wurden noch ein Schmalspießer (einjähriger Hirsch) und ein Schmaltier (einjähriges weibliches Damwild) gesichtet. Die Entdeckung des Damwilds sei eine echte Novität, so Pfeiffer. „Ich persönlich freue mich, diese Tiere zu sehen. Meiner Einschätzung nach sind ihnen auch Menschen nicht so fremd.“

In der Gegend von Schattendorf soll es mehrere freilebende Tiere geben. Im Hinblick auf Wildschäden seien einige dagegen, Damwild hier ansiedeln zu lassen.

„Wir haben zurzeit einen Überbestand an Rotwild und führen seit einigen Jahren einen Reduktionsabschuss durch. Die Schäden durch Rotwild sind zum Teil erheblich, man kann also darüber diskutieren, ob es gut ist, eine weitere Wildart ansiedeln zu lassen“, so der Bezirksjägermeister. Die Behörden seien jedenfalls darüber informiert.

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