ARBÖ-Pickerlreport: Mängel bei rund ein Fünftel. Bei 607 in Neutal durchgeführten §57a-Begutachtungen wurden schwere Mängel oder Gefahr in Verzug festgestellt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. September 2020 (05:12)
Machen auf die Pickerl-Überprüfung aufmerksam. Rene Radostics, Einsatzleiter im ARBÖ-Prüfzentrum Neutal, ARBÖ Burgenland-Präsidiumsmitglied Johann Godowitsch und ARBÖ Burgenland-Betriebsleiter Gerhard Graner. 
Grabner

Mehr als 28.500 sogenannte §57a-Begutachtungen, besser bekannt als Pickerl-Überprüfungen, wurden im Jahr 2019 in den sieben burgenländischen ARBÖ-Prüfzentren durchgeführt – davon rund 3.300 im Prüfzentrum Neutal.

Laut dem dritten ARBÖ-Pickerlreport mussten 607 Fahrzeuge, das sind rund ein Fünftel, zu einer Nachbegutachtung, weil schwere Mängel oder Mängel mit Gefahr in Verzug festgestellt wurden. Bei der „Pickerl-Überprüfung“ werden rund 130 Prüfpositionen am Fahrzeug gecheckt. 95 Prozent aller schweren Mängel oder starken Beschädigungen und Abnutzungen mit Gefahr in Verzug betreffen fünf Prüfgruppen: Räder und Reifen, Mängel am Fahrgestell, Bremsanlage, umweltrelevante Baugruppen sowie die Fahrzeugbeleuchtung. „Wir machen die Fahrzeugbesitzer mit unserem Report und der Erstellung der Mängelliste auf die am stärksten strapazierten Bauteile in und an einem Fahrzeug aufmerksam“, sagt Johann Godowitsch, Mitglied im Präsidium des ARBÖ Burgenland. „Denn bei Service oder Reparatur sollen diese Teile besonders genau geprüft werden, damit technische Gebrechen als Unfallursache so weit als möglich ausgeschlossen werden.“

Laut Rene Radostics, Einsatzleiter im ARBÖ-Prüfzentrum Neutal, könne man die Fahrzeuge, bei denen Gefahr in Verzug festgestellt wird, jedes Jahr wahrscheinlich an zwei Händen abzählen. „Ein großer Vorteil ist, dass wir diese Reparaturen gleich im Zuge der Begutachtung erledigen und dann ein positives Gutachten ausstellen können“, so Radostics.

Fazit des Pickerlreports 2020: „Insgesamt legen die mittelburgenländischen Autofahrer auf Wartung und Instandhaltung ihrer Fahrzeuge hohen Wert“, so Godowitsch. „Mehr als 80 Prozent aller geprüften Kraftfahrzeuge bestehen die §57a-Überprüfung.“