Feuerwehr-Virus „eingefangen“. „Der Dank derer, denen man helfen konnte, ist die schönste Belohnung der Welt“, vermittelt Feuerwehrjugendleiter Günther Berghöfer seinen Schützlingen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. März 2017 (12:00)
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Teilen ihre Leidenschaft für die „beste Sache der Welt“: Tarek Trabelsi (liegend); Florian März, Amin Trabelsi, Julian Trabelsi, Natalie Berghöfer, Thomas Schrödl, Pascal Schütz (vorne), Florian Thiess, Kommandant Wolfgang Heidenreich, Feuerwehrjugendleiter Günther Berghöfer, Jacqueline Berghöfer, Manuel Milisits, Niklas Zarvic, Martin Milisits, David Berghöfer und Jugendbetreuerin Monika Heidenreich.
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„Aus pädagogischer Sicht ist es unerheblich, ob Jugendliche zur Feuerwehr, zu einem Fußball-, oder einem sonstigen Verein gehen. Wichtig ist, dass man sich mit dem, was man tut, identifizieren kann. Jedes Vereinsleben stärkt das Gemeinschaftsgefühl und fördert die soziale Entwicklung eines jungen Menschen“, ist Feuerwehrjugendleiter Günther Berghöfer überzeugt.

"Der Dank derer, denen man helfen konnte, ist die schönste Belohnung der Welt. Diesen Dank nennt man auch den Feuerwehrvirus“Feuerwehrjugendleiter Günther Berghöfer

Die Feuerwehr als Hilfsorganisation kann aus seiner Sicht aber etwas bieten, was nur wenige Vereine können. „Man wird ausgebildet und trainiert, um seinen Mitmenschen in den verschiedensten Notlagen helfen zu können. Man hofft, dass es nie dazu kommt und dennoch sollte jedes Feuerwehrmitglied so etwas erlebt haben. Denn der Dank derer, denen man helfen konnte, ist die schönste Belohnung der Welt. Diesen Dank nennt man auch den Feuerwehrvirus“, so Berghöfer.

Und diesen haben sich in Neutal derzeit 15 Jugendliche „eingefangen“. „Fünf haben bereits die Truppmannausbildung abgeschlossen. Sie werden je nach Geburtsdatum im Laufe des Jahres in den Aktivstand übernommen“, so Berghöfer. Zehn der derzeit aktiven Florianis aus Neutal entstammen der Feuerwehrjugend. Seit der Gründung 1995 durchliefen neben den derzeit 15 Jugendlichen weitere 31 die Ausbildung in der Feuerwehrjugend.

Wissen, Übungen, Ausflüge...

Jedes Jahr im Jänner wird mit der Vorbereitung auf den Wissenstest begonnen, wobei großer Wert darauf gelegt wird, den Jugendlichen die Inhalte am Gerät zu vermitteln und verständlich zu machen. „Die Feuerwehrjugend Neutal zeichnet aus, dass hier manchmal die Grenzen zwischen Auszubildenden und Ausbildnern verschwimmen, da die erfahreneren Jugendlichen im Zuge eines Stationenbetriebs teilweise mit den Jüngeren lernen und so sehr früh die Scheu vom Vortragen verlieren und mit der Aufgabe wachsen“, so Berghöfer.

Das Training für die Wettkampfsaison beginnt meist nach Ostern, wobei man zusammen mit den Oberpetersdorfern trainiert und antritt. Gemeinsam konnte man sich in den vergangenen Jahren über beachtliche Erfolge freuen (siehe Steckbrief). Im Herbst liegt der Schwerpunkt auf der Vorbereitung auf das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold. Dazwischen bleibt Zeit für Übungen, Veranstaltungen, Ausflüge usw.

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