Individuell betreut im SoWoNeu

Das Seniorentageszentrum wird sehr gut angenommen, auch die Seniorenwohngemeinschaft ist gut angelaufen.

Erstellt am 28. Februar 2018 | 09:21
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Im Seniorentageszentrum: Ines Draganitsch, Doris Hinterwirth, Erni Predl, Theresia Dominkovits, Maria Rathmanner, Maria Jaindl, Irene Wurz, Hermine Reiner, Maria Rathmanner, Maria Reisenhofer, Christine Feymann, Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Franz Stifter, Bürgermeister Erich Trummer, Helga Stifter, Anna Rozenits und Anna Payer.
Foto: BVZ

„Hier hat man Gesellschaft, zu Hause bin ich allein. Und die Rot Kreuz-Schwestern sind besonders nett“, erzählt Christine Feymann. Sie ist eine der drei Bewohnerinnen der Seniorenwohngemeinschaft - eine völlig neue Form der Betreuung, die im Rahmen des Projekts „Lebensfreude SoWoNeu“ (Soziales Wohnen Neutal) entwickelt wurde.

Das SoWoNeu vereint neben zehn Starterwohnungen für die junge Generation, die bereits erwähnte Seniorenwohngemeinschaft mit sechs Plätzen, vier Seniorenappartements und ein Seniorentageszentrum unter einem Dach.

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„Wir haben uns lange Gedanken gemacht, was wir für die ältere Generation machen können, um möglichst lange die Selbstständigkeit zu erhalten und dennoch soziale Sicherheit zu gewährleisten“, erklärt Bürgermeister Erich Trummer.

Zwei wesentliche Aspekte waren für ihn dabei auch die Lebensfreude der Menschen und die Leistbarkeit einer qualitativ hochwertigen Pflege. Trummer sieht aktuell durch die Abschaffung des Pflegeregresses die Notwendigkeit, ein Gesamtpaket für die Pflege zu schnüren, das von der Pflege zu Hause über 24 Stunden-Betreuung und alternative Pflegeformen bis zu Pflegeheimen reicht. „Wir werden vor dem Pflegeheim verschiedene Alternativmodelle anbieten müssen, sonst wird es nicht möglich sein, die Kosten im Pflegebereich zu stemmen“, so Trummer.

Seit Oktober in Betrieb

Ein neues Modell ist das Seniorentageszentrum, das mit 16. Oktober in Betrieb gegangen ist und vom Roten Kreuz geführt wird. Zwölf Plätze auch für Senioren außerhalb der Gemeinde werden angeboten. Begonnen hat man mit einem Tag wöchentlich, dem Montag. Mit Februar hat man auf Donnerstag ausgeweitet. Geöffnet ist von 7 bis 16.30 Uhr, wobei unter anderem Gedächtnistraining, Bewegung mit Tüchern und Ringen, Basteln, Spielen und Singen am Programm stehen.

„Wir haben zwölf Plätze. Die Leute kommen entweder halbtags am Vormittag oder Nachmittag oder ganztägig. Wir haben Leute, die kommen nur einmal im Monat und andere regelmäßig“, erzählt Doris Hinterwirth. Sie betreut mit ihrem Team auch zwei Mal täglich morgens und abends die Damen der Seniorenwohngemeinschaft, denen zusätzlich die Rufhilfe des Roten Kreuz zur Verfügung steht. „Das SoWoNeu ist ein Musterpilot für das ganze Land“, meint Rot Kreuz-Bezirksstellenleiter Franz Stifter.

Die Gemeinde Gattendorf hat das SoWoNeu besichtigt und baut dieses laut Bürgermeister Erich Trummer gerade nach. Auch zwei Delegationen aus südburgenländischen Gemeinden hätten sich das Projekt bereits angesehen.