Löscharbeiten in Fernwärme-Heizwerk noch bis Abend. Ersatzkessel für 130 Abnehmer-Haushalte soll am Samstagnachmittag aufgestellt werden.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 02. November 2019 (11:38)

Die Löscharbeiten nach dem Brand im Fernwärme-Heizwerk Oberloisdorf dauern noch immer an. Wie die BVZ berichtete (siehe hier) , war die örtliche Feuerwehr um 3.42 Uhr alarmiert worden gemeinsam mit der Feuerwehr Oberpullendorf, die sich gerade auf Höhe Neutal auf der S31 am Weg zurück von einem Wohnungsbrand in Weppersdorf befand.

„Schon bei der Anfahrt habe ich Mannersdorf, Unterloisdorf, Rattersdorf und Liebing nachalarmiert“, berichtet Ortskommandant Einsatzleiter Richard Schrammel. Später folgten auch noch die Feuerwehren Steinberg und Frankenau. Insgesamt standen acht Wehren mit 150 Mann und 14 Fahrzeugen im Einsatz.

Bei der Ankunft der Oberloisdorfer Florianis war das Dach der Hackschnitzelhalle schon teilweise eingestürzt gewesen, das Gebäude, in dem etwa 200 Tonnen Hackschnitzel gelagert waren, stand bereits in Vollbrand. „Um 4.12 Uhr ganze sieben Wehren da und mit Wasser versorgt“, so Schrammel. Die Oberloisdorfer Florianis selbst führten schon wenige Minuten nach Alarmierung den Erstangriff mit dem Rüstlöschfahrzeug durch.

Mittlerweile sind die Feuerwehren damit beschäftigt, die Hackschnitzel mit einem Bagger aus der Halle zu schaffen, um diese Schritt für Schritt ablöschen zu können. Der Brandursachenermittler der Polizei wird am frühen Nachmittag erwartet.

Nach einer ersten Einschätzung des Vorstandes der Fernwärme dürften die beiden Heizkessel  - dank der Brandschutzmauer zur Hackschnitzelhalle hin - intakt geblieben sein ebenso wie der Technikraum. Man hat zwischenzeitlich von einer Firma aus der Steiermark einen mit Öl betriebenen Ersatzkessel angefordert, der am  Nachmittag geliefert und in Betrieb genommen werden soll.

Laut Bezirksfeuerwehrkommandant Martin Reidl und Einsatzleiter Richard Schrammel werden die Löscharbeiten noch bis in die Abendstunden andauern.