10 Millionen Euro fließen ins Spital. Geplant sind unter anderem eine komplett neue Küche, ein neuer Veranstaltungssaal und ein neuer Aufwachraum.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 08. Januar 2020 (06:09)
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20,5 Millionen Euro investiert die Burgenländische Krankenanstalten-Ges.m.b.H. (KRAGES) 2020 für neue Projekte, rund die Hälfte davon fließen ins Krankenhaus Oberpullendorf. 5,3 Millionen Euro sind für den Neubau der Spitalsküche inklusive Speise- und Veranstaltungssaal budgetiert. „Derzeit wird gemeinsam mit den Verantwortlichen des Krankenhauses Oberpullendorf ein ‚Masterplan Bau‘ erarbeitet. Im bestehenden Gebäude kann die Küche nicht mehr untergebracht werden. Der genaue Standort wird noch ermittelt und orientiert sich am Logistik- und Verkehrskonzept sowie an den medizinischen und pflegerischen Kernbereichen samt Ambulanzen des Krankenhauses“, führt KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis auf Anfrage der BVZ aus. „Auf jeden Fall wird das Gebäude der bestehenden Küche, aufgrund der Bausubstanz, abgerissen.“

Auch das Personalwohnhaus wird um 3 Millionen Euro adaptiert und generalsaniert. „Eine Sanierung ist im laufenden Betrieb möglich bzw werden räumliche Verlegungen innerhalb des Krankenhauses vorgenommen“, so Keckeis. Weitere knapp 1,7 Millionen Euro werden in einen neuen Aufwachraum in der Intensivstation investiert. Die Sanierung des Personalwohnhauses soll noch heuer abgeschlossen werden, die Inbetriebnahme des neuen Aufwachraums ist für 2021 geplant, die der neuen Küche für 2022. Alle urologischen, gynäkologischen und chirurgischen Stationen der KRAGES bekommen außerdem neue „Videotürme“ – also neue zentrale technische Steuereinheiten für die „Knopfloch-Chirurgie“ (Laparoskopie). Aber auch die weitere Modernisierung der Informationstechnologie ist ein Schwerpunkt im heurigen Jahr. So wird etwa eine „Elektronische Fieberkurve“ der jüngsten Generation, also sozusagen die umfassend computergestützte Visite und Medikamentendokumentation, flächendeckend in allen Landesspitälern ausgerollt.

Erstmals fließt heuer jeder zehnte Euro des gesamten KRAGES-Aufwandes von knapp 205 Millionen Euro in die Erneuerung und Erweiterung der burgenländischen Spitalsversorgung. „Das Budget 2020 ist ein Zeichen von Dynamik bei den landeseigenen Spitälern im Burgenland. Wir setzen damit wichtige Schritte, die auch im Masterplan vorgesehen sind“, erklärt KRAGES-Geschäftsführer Harald Keckeis. Die neuen Projekte entsprächen alle bereits der Strategie des „Masterplans“, nämlich der optimalen Leistungsabstimmung zwischen zwei Leitspitälern und drei Standardspitälern im Burgenland.