25 Jahre Inklusion im Haus St. Stephan. Das Haus St. Stephan in Oberpullendorf feiert heuer sein 25-jähriges Bestehen als Einrichtung für Menschen mit Behinderung.

Von Sarah Tesch. Erstellt am 14. August 2019 (04:08)
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Bei der Plakatenthüllung der Danke-Aktion dabei. Michael Reiter, Marco, Peter Petronczki, Pepi, Hausleiterin Theresa Turtukowskyj, Mitzi, Caritas-Direktorin Edith Pinter, Alex, Jan und Christine Petronczki.

Im Jahr 1994 machte sich der „Verein zur Förderung Behinderter im Mittelburgenland“ stark für eine betreute Wohneinrichtung in Oberpullendorf. Der damalige Diözesanbischof Stephan László nahm dieses Bedürfnis ernst und beauftragte damit die Caritas der Diözese Eisenstadt. Ein passendes Gebäude musste her.

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Johnny liebt den Kaffee und die nette Gesellschaft beim Michl.

Die Wahl fiel schließlich auf das kleine Schloss, wenige Gehminuten vom Oberpullendorfer Stadtzentrum entfernt. Einst mittelalterlicher Adelssitz, wurde das Schloss im Laufe seiner Geschichte als Gasthaus, als Gutshof und im 20. Jahrhundert als landwirtschaftliche Fachschule verwendet. 1994 wurde es zum Haus St. Stephan, wo bis heute die Förderung der Individualität, der Selbstbestimmung und der Selbstständigkeit groß geschrieben werden. 25 Jahre später nennen rund 20 Personen die Einrichtung ihr Zuhause, vier von ihnen sogar seit der Eröffnung. Außerdem können in dem Haus 28 Personen tagsüber betreut werden, 50 Menschen kümmern sich darum, dass hier alles glatt läuft.

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Josi fühlt sich sichtlich wohl bei Kellner Franz im Habe D’Ere.

„So viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Unterstützung wie nötig – das ist der Mittelpunkt unserer täglichen Arbeit“, weiß die langjährige Hausleiterin Theresa Turtukowskyj. Dieses Jahr wird ein Vierteljahrhundert der Inklusion und des Miteinanders gefeiert.

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Jürgen tratscht gerne bei einem Espresso mit dem Bürgermeister.

Anlässlich dazu hat sich die Caritas eine besondere Aktion einfallen lassen: Einige der vielen bereichernden Begegnungen der Klienten des Haus St. Stephans mit den Oberpullendorferinnen und Oberpullendorfern werden mit großen Plakaten sichtbar gemacht. Stellvertretend für alle diese Geschichten wurde am Donnerstag im Fashion-Store Petronczki ein Plakat enthüllt. Die Plakate werden ab jetzt bis Ende August im Zentrum in Oberpullendorf zu sehen sein.