Bauarbeiten für die Leichenhalle beauftragt. Noch heuer sollen die Arbeiten erledigt werden. Rund 160.000 Euro werden in die Mitterpullendorfer Leichenhalle investiert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Juli 2018 (07:16)
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Oberpullendorfs Bürgermeister Rudolf Geißler
BVZ-Archiv

Mit der einstimmigen Vergabe der Arbeiten für die Sanierung der Leichenhalle in Mitterpullendorf bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurden ein Projekt auf Schiene gebracht, das den Gemeinderat schon seit Jahren beschäftigt. Ursprünglich hatte man bereits im Budget 2013 Mittel für Sanierungsmaßnahmen bei der Mitterpullendorfer Leichenhalle reserviert gehabt.

Zwischenzeitlich hatte es Diskussionen um einen Neubau und eine Ausschreibung unter drei ortsansässigen Architekturbüros betreffend ihren Vorschlägen zur Sanierung der Leichenhalle gegeben. Bürgermeister Rudolf Geißler berichtete dazu, dass die reinen Baukosten für einen Neubau ausgehend von der Größe der derzeitigen Leichenhalle laut Kostenschätzung eines Architekten bei knapp 300.000 Euro, mit Nebenkosten bei rund 350.000 Euro liegen.

Außerdem wurden heuer im Frühjahr Probebohrungen durchgeführt, um abzuklären, ob der Zustand des Erdreichs auf die Statik der Leichenhalle einen negativen Einfluss haben könnte.

Im Zuge dessen war die Vermutung aufgetaucht, dass eine gröbere Verstopfung in einem Teilbereich des Kanals in weiterer Folge zu Ausschwemmungen führen könnte. Daher wurde der Kanal im Bereich der Leichenhalle aufgegraben und saniert.

Baugenehmigung wird im Sommer erwartet

Die eigentlichen Sanierungsarbeiten am Gebäude selbst sollen noch heuer erledigt werden. Die Baugenehmigung durch die Bezirkshauptmannschaft – bei der Leichenhalle handelt es sich um einen Bau im Grünland – wird für den Sommer erwartet. „Danach wird unverzüglich mit den Sanierungsarbeiten begonnen“, hofft Bürgermeister Rudolf Geißler auf einen Baubeginn im Spätsommer. Geplant ist die Erneuerung von Dach und Fassade, der Tausch des Eingangsportals sowie ein Umbau von Sanitäranlagen, Sakristei und Kühlbereich. Der Glockenturm soll abgetragen und eine neue Turmkonstruktion in Betonbauweise errichtet werden.

Dafür wurden Baumeisterarbeiten in Höhe von 53.452,26 Euro, Dachdecker- und Spenglerarbeiten um 10.475 Euro, Zimmermannarbeiten um 25.662 Euro, Tischlerarbeiten um 8.735 Euro, Malerarbeiten um 4.698 Euro, Elektroarbeiten um 7.847 Euro und Schlosserarbeiten um 23.295 Euro vergeben.

Außerdem werden 6.964 Euro für eine neue Kühlbox und 864 Euro für die Verlegung neuer Fliesen investiert. Die Gesamtkosten liegen somit bei rund 148.000 Euro mit dem Planer-Honorar komme man auf 160.000 Euro, so Stadtchef Rudolf Geißler. „Im Budget sind für die Leichenhalle 170.000 Euro drinnen.“