Buchdebüt über einen unschuldigen Goldfisch

Erstellt am 24. August 2018 | 05:00
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Ursprünglich als Buch für Erwachsene geplant. Medizinredakteurin Tanja Fabsits hat ein Kinderbuch zum Thema Depression geschrieben.
Foto: Fabsits
Tanja Fabsits hat ein ernstes Thema, die depressive Erkrankung eines Vaters, kindgerecht aufbereitet.
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Tanja Fabsits hat am Gymnasium in Oberpullendorf ihre Matura gemacht und ist seit etlichen Jahren Medizinredakteurin beim Springer Verlag, wo sie aktuell Fachzeitschriften für Hautärzte und Rheumatologen betreut. Nun hat sie ihr erstes Buch herausgebracht, das die depressive Erkrankung eines Vaters kindgerecht aufarbeitet. Mit der BVZ sprach sie über ihr Buchdebüt.

BVZ: Warum haben Sie sich entschlossen, ein Kinderbuch zu schreiben?

Fabsits: „Der Goldfisch ist unschuldig“ ist mein erstes Buch und es sollte ursprünglich ein Buch für Erwachsene werden. Aber eines Tages habe ich den Text für ein Bilderbuch für einen Preis des Instituts für Kinder- und Jugendliteratur eingereicht – und nur als weitere Leseprobe den ersten Rohtext für den „Goldfisch“ mitgeschickt. Ich musste ziemlich lachen, als der „Goldfisch“ den Preis gewann. Und es war sehr spannend für mich ein Thema, dem viele Erwachsene nicht gewachsen sind, möglichst lustig und leicht für Kinder aufzubereiten.

BVZ: Können Sie kurz skizzieren, worum es im Buch geht? Wie sind Sie zum Thema gekommen?

Fabsits: Ich habe als Redakteurin mehrere Jahre eine Zeitschrift für Psychiatrie betreut. Der Herausgeber der Zeitschrift, ein bekannter Psychiater, sagte einmal zu mir: „Wir sollten mehr darauf schauen, was die Menschen können und nicht nur darauf, was sie nicht können.“ Das hat mich sehr berührt. Und ich habe mich gefragt: Was kann ein Kind, dessen Vater mit Burn-Out auf der Couch liegt, tun? Was kann der Vater von dem Kind über das Leben lernen?

BVZ: An Kinder welchen Alters richtet sich das Buch?

Fabsits: Kinder ab etwa neun Jahre könnte „Der Goldfisch ist unschuldig“ gefallen. Jüngere Kinder bräuchten vermutlich einen Vorleser. Ich habe die Geschichte aber so geschrieben, dass auch Erwachsene hoffentlich das eine oder andere mitnehmen können.

BVZ: Am 31. August werden Sie Ihr Buch im Rahmen der Aktion „Roter Teppich“ bei Buchwelten präsentieren. Welchen persönlichen Bezug haben Sie zu Oberpullendorf?

Fabsits: Ich habe in Oberpullendorf die 6. bis 8. Klasse des Gymnasiums besucht und auch da maturiert. Ich kann mich noch erinnern, am Gymnasium eine Lesung von Jutta Treiber gehört zu haben. Als ich 2016 den Dixi Kinderliteraturpreis gewann, habe ich mir Jutta Treiber als Tutorin für mein aktuelles Buch-Projekt gewünscht. Zu meiner großen Freude hat sie zugesagt.

BVZ: Sind weitere Bücher in Arbeit bzw. Planung?

Fabsits: Nächstes Jahr erscheint meine erste Krimikurzgeschichte in einem Sammelband, aktuell schreibe ich eine Kurzgeschichte für Kindergartenkinder. Und ich arbeite an einem Roman für junge Erwachsene – einer Liebesgeschichte mit einem Geheimnis, die aus zwei Perspektiven erzählt wird.

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