"Friedensgeister erweckt": Neues Buch von Jutta Treiber

Jutta Treiber aus Oberpullendorf präsentierte neues viersprachiges Bilderbuch „Friedo und Frieda“.

Aktualisiert am 29. Oktober 2021 | 09:03

Friedo und Frieda sind zwei gute Geister, die auf der Friedensburg Schlaining wohnen. Die Oberpullendorfer Autorin Jutta Treiber hat diese im Auftrag des Landes in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule, der Bildungsdirektion und des ASPR Schlaining zum Leben erweckt, die Initiative dazu ging von Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann aus. Das Buch geht an alle Kindergärten sowie ersten Klassen der Volksschulen im Burgenland und wird mit dem Schwerpunkt Friedenspädagogik zur Sprachförderung eingesetzt. Denn die Geschichte wird im Buch in allen vier Volksgruppensprachen des Burgenlandes (Deutsch, Kroatisch, Ungarisch und Romanes) erzählt.

„Die Herausforderung bei der Geschichte waren die vielen Vorgaben. Es sollten alle Bezirke vorkommen, alle Volksgruppen, die Themen Frieden, Toleranz und Integration, Streit schlichten und Konfliktlösung und das Migrationsproblem“, schildert Treiber. Und so starten Friedo und Frieda von Burg Schlaining aus ihre Friedensreisen in alle Landesteile und vermitteln etwa im Haydnsaal zwischen einem Musiklehrer und seinen Schülern, tanzen Csardas in Oberpullendorf oder schlichten im Südburgenland einen Streit zwischen Migrationskindern.

Treiber präsentierte ihr Buch, das von Petra Neulinger illustriert wurde, vergangene Woche im Rahmen der Pullenale gemeinsam mit zwei anderen Neuheiten: der französischen Übersetzung von „Die knallbunte Couch“ („La fabuleuse boutique du temps“) und der Neuauflage von „Solange die Zikaden schlafen“, das zuvor bereits in zwei deutschen, einem österreichischen, einem tschechischen und einem dänischen Verlag erschienen ist und dann viele Jahre vergriffen gewesen ist. Das Buch, das von der Trauer um den Tod der Mutter und dem Gefühl des Verlassenseins handelt, ist nun in der Edition lex liszt 12 neu erschienen. „Es ist eines meiner Lieblingsbücher von meinen eigenen, weil ich glaube, dass es mir sowohl sprachlich als auch emotional gut gelungen ist“, so Treiber.