Gestutzter Baum regt auf. Grün-Gemeinderat Lehner: „Baum war vollkommen gesund.“ Bürgermeister Geißler kontert: „Fachbetrieb empfahl Maßnahme.“

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. März 2018 (09:56)
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Nach dem Baumschnitt: An den an der Pappel gesetzten Maßnahmen wird harsche Kritik geübt.
zVg

„Ich bin fassungslos. Einen wunderschönen, gesunden Baum dermaßen radikal stutzen zu lassen, zeugt von einem mehr als nur bedenklichem Amtsverständnis“, meint Grün-Gemeinderat Roland Lehner angesichts der Maßnahmen bei der Pappel an der Ecke Cafégasse/Augasse.

Er meint, dass abgesehen von der Entfernung einiger weniger Äste keinerlei Maßnahmen erforderlich gewesen wären. Er verwies darauf, dass sich auch der Umweltausschuss dafür ausgesprochen hatte, selbstverständlich alle Maßnahmen der Baumpflege zu unterstützen, allerdings sollten nur tatsächlich notwendige durchgeführt werden.

„Das heißt man sollte beim Stutzen oder Entfernen von Bäumen sowie bei der Bachbetträumung nicht auf ‚Nummer Sicher‘ gehen, sondern die Maßnahmen auf ein nötiges Minimum beschränken“, so Lehner.

Geißler: "Sturm stellt Gefährdung da"

„Die Überlegungen des Umweltausschusses sind prinzipiell in Ordnung, allerdings muss immer konkret beachtet werden, welche Maßnahme in welchem Ausmaß nötig ist“, kontert Bürgermeister Rudolf Geißler.

„Kritik zu üben, ist eine Sache, die Verantwortung für etwas tragen eine andere.“ Eine Pappel sei eine raschwüchsige, sehr weiche Baumart mit geringer Bruchfestigkeit.

„Um Sicherheit für Menschen und Sachen zu geben, ist es zu wenig, das Dürrholz auszuschneiden. Gerade der Wipfelbereich stellt bei Sturm eine Gefährdung dar“, so Geißler. Er erinnert ans Vorjahr, als aus einem Privatgarten ein vom Sturm geknickter Baum auf Gehsteig und Straße fiel. „Die Arbeiten wurden von einem Oberpullendorfer Fachbetrieb durchgeführt, der die Maßnahme auch empfohlen hat.“