Interne: Mangel an Ärzten „dramatisch“. Auf der Internen Abteilung gibt es derzeit „verminderten Bestand“, neue Ärzte werden von KRAGES geprüft.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 12. Oktober 2016 (10:17)
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Ärztemangel: Auf der Internen Abteilung wurde es nach dem Abgang von zwei Ärztinnen ein Pflegedienstrad installiert, um die Patienten bestmöglich versorgen zu können, so Gesundheitslandesrat Norbert Darabos.
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Im Krankenhaus Oberpullendorf herrscht derzeit Ärztemangel, vor allem auf der Internen Abteilung. Ärztekammerpräsident Michael Lang meint auf Anfrage der BVZ: „Auf der Internen ist die Lage dramatisch.“ Nach dem Abgang von zwei Ärztinnen sei es mit drei Fachärzten schwierig, das Dienstrad aufrecht zu erhalten, so Lang weiter. Das Team rund um Primarius Paul Alexander Gabriel sei aber hochengagiert, neue Ärzte zu finden.

Gesundheitslandesrat Norbert Darabos meint zur Situation: „Ich bedauere den Abgang der beiden Ärztinnen sehr und es steht außer Frage, dass wir im Krankenhaus Oberpullendorf derzeit einen verminderten Bestand aufweisen. Gemeinsam mit der Pflege wurden jedoch sofort Maßnahmen gesetzt, um dem derzeitigen verminderten Bestand entgegenzutreten.“

Pflegedienstrad wurde installiert

Man habe ein Pflegedienstrad installiert, damit die Patienten weiterhin bestmöglich versorgt werden können. Für die zu besetzenden Stellen gäbe es auch bereits Kandidaten und Kandidatinnen, die zurzeit von der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten-Gesellschaft) objektiviert werden müssen. „Ein erster Schritt war es, die Interne mit einem erfahrenen Primararzt wie Primarius Gabriel zu besetzen. Ich bin optimistisch, dass der Standort Oberpullendorf mit weiteren Spitzenkräften besetzt werden kann und dadurch auch aufgewertet wird“, so Darabos weiter. Der Standort Oberpullendorf sei durchaus attraktiv, was unter anderem dadurch bewiesen wurde, dass in der Chirurgischen Abteilung Primaria Evelyne Barek gewonnen werden konnte. „Sie ist bei den Patienten äußerst beliebt“, so Darabos.

Auch auf der Chirurgie sind die Ärztestellen derzeit nicht voll besetzt, führt Michael Lang weiter aus. „Hier fehlt es uns vor allem an Turnusärzten. Was auf die Übergangsphase bei der neuen Ausbildung der Turnusärzte zurückzuführen ist.“