Kochworkshop: Nachhaltigkeit & Regionalität am Teller

Der Oberpullendorfer Food-Blogger Dietmar Csitkovics will mit Freunden und regionalen Produzenten in Kochworkshops zeigen, wie man ein nachhaltiges Menü gestalten kann.

Erstellt am 04. September 2020 | 03:45
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Genussabend. „Taste not waste“ ist das Motto von Foodblogger und Hobbykoch Dietmar Csitkovics. Infos und Anmeldung zum Kochworkshop am 10./11. September unter www.didifood.at/didifood-friends-dinkel-und-naturwein-im-sonnenland-teamspace/.
Foto: zVg

Dinkel und Naturwein stehen beim ersten Kochworkshop und Genussabend im Mittelpunkt, den der Oberpullendorfer Food-Blogger Dietmar Csitkovics mit regionalen Produzenten gestaltet.

„Manche wissen immer noch nicht, dass wir in der Genussregion Mittelburgenland Dinkel leben und was man mit diesem Getreide alles machen kann. Entsprechend gibt es einiges zu erzählen und mit Workshopteilnehmern zu erkochen. Produkte kommen dabei vom Biohofladen Rosnak Organics und der Schedlmühle aus Lockenhaus“, macht Dietmar Csitkovics Gusto auf die Veranstaltung am 10./11. September im Sonnenland Teamspace in Oberpullendorf. Als Partner konnte er auch passend zum Trend der Naturweine Kathi und Daniel Bauer-Lang vom Weinhof Bauer-Pöltl gewinnen. Sie werden das Menü mit passenden Weinen begleiten: Vom Sekt, der nach der Champagnermethode ohne Schwefel auskommt, über herrlich frischen Sommerrot Naturwein, bis hin zu besonderen Bio-Perlen aus der Region. „Zusätzlich macht Kathi Bauer-Lang köstliche Sauerteigbrote, die ebenfalls nicht fehlen werden“, so Csitkovics.

Über seinen Foodblog didifood verbreitet er seit Jahren nachhaltige Rezepte und Ideen für Resteverwertung mit Genuss in der Küche. Unter dem Namen „didifood & friends“ startete er nun sein neues Projekt, im Rahmen dessen drei bis vier Workshop-Genussabende pro Jahr geplant sind. „Ich will mit Freunden und regionalen Produzenten in Kochworkshops zeigen, wie man mit regionalen Produkten ein nachhaltiges Menü gestalten kann“, unterstreicht er. Wobei nachhaltig in Bezug auf die Ernährung für ihn vieles sein kann. „Auf viele regionale Produkte und Zutaten zu achten ist nachhaltig. Ein hoher Bio-Anteil bzw. wissen, wo’s herkommt, ist nachhaltig. Nichts an Lebensmitteln zu verschwenden und so viel wie möglich schmackhaft zu verwerten ist nachhaltig“, zählt er auf.

„Ich denke, dass jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten frisch kochen kann. Das ist bei manchen aus Zeitgründen nicht täglich möglich. Doch es ist bei allen reine Übungssache.“

Dass sich Dietmar Csitkovics so intensiv mit dem Thema nachhaltiger Ernährung beschäftigt, hat mit seiner Rolle als Familienvater und Koch im Haus zu tun. „Da ist man zwangsläufig auch mit Essensresten beschäftigt. Wenn man den ganzen Verpackungsmüll sieht, der in Haushalten anfällt, und mitbekommt, was an Lebensmitteln im Müll landet, sollte sich jeder an der Nase nehmen und sein Konsum- und Kochverhalten ändern. Wir tun das zuhause so gut es geht, doch ich will auch andere motivieren, etwas mehr nachzudenken, was man wo einkauft und dann wie zubereitet“, erklärt der Foodblogger.

„Die Coronakrise hat viele dazu bewegt, mehr zuhause zu kochen, Lebensmittel haltbar zu machen und mehr bei regionalen Anbietern und Produzenten einzukaufen. Ich denke, dass der Trend langsam wieder nachlassen wird. Auch darum will ich die Vorteile von Regionalität und Nachhaltigkeit fördern und darauf aufmerksam machen, zum Beispiel durch didifood & friends“, so Csitkovics, der täglich in der Küche steht und versucht, seiner Familie frische und regionale Lebensmittel zuzubereiten. „Da es bei mir auch Leidenschaft ist, gibt es selbst gemachtes Dinkelbrot, mittags manchmal schnelle Küche und abends aktuell öfters längere Einkoch-Sessions, da uns meine Frau Sonja mit herrlichem Gemüse aus dem Garten versorgt. Wenn ich beruflich viel unterwegs bin, wird das natürlich etwas weniger, doch dann wird am Wochenende mehr vorgekocht. Natürlich gehen wir auch ab und zu essen, aber wir wissen eben nur ganz genau, was wir essen, wenn wir es auch selbst zubereiten.“

Csitkovics kochte eigentlich schon als Kind gern. Im Laufe der Jahre haben sich dann viele Rezepte und Ideen angesammelt. Und da er diese auch anderen Hobbyköchen zur Verfügung stellen wollte und beruflich im IT-Bereich tätig ist, entstand der Blog didifood.at. „Über die Jahre entwickelte es sich dann immer weiter und ich merkte, dass mir Reste verwerten so wichtig ist, dass ich daraus mehr machen wollte. So entstand zum Beispiel ein Kochworkshop, wo ich kurz vor dem Workshop beim Billa an der Kassa stand und die Produkte genommen habe, die entsorgt werden sollten. Es kam bei den Teilnehmern gut an und ich mache immer wieder in meinen Rezepten auf Reste verwerten, aus dem Kühlschrank kochen und auf mein Motto ‚TASTE not waste‘ aufmerksam“, so Csitkovics.

Bei ihm selbst steht die italienische Küche hoch im Kurs. „Selbstgemachte Pizza vom Grill oder Pasta in jeglicher Variante zaubern mir immer ein Lächeln aufs Gesicht. Doch Leibspeisen sind auch in der thailändischen oder in der regionalen österreichischen Küche zu finden. Grundsätzlich eher pikant als süß“, verrät Csitkovics. Aus dieser Vorliebe entstehen dann Gerichte wie der Hokkaido-Streuselkuchen, der das mehrgängige Menü von „didifood & friends“ am 10. und 11. September abschließen wird.