Rauchverbot bringt der Gastronomie Sorgen. Nicht ganz ohne Sorge sieht man dem Verbot in der Gastronomie entgegen. Schon seit Mai ist Gasthaus Domschitz rauchfrei.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 23. Oktober 2019 (04:13)
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Symbolbild
APA (Fohringer)

Ab 1. November gilt das Rauchverbot in der Gastronomie. Gastronom Paul Krail vom Weingasthof Krail, gleichzeitig Wirtschaftskammer-Vizepräsident, ist sich sicher, dass es durch das Rauchverbot Umsatzeinbußen für die Gastronomie geben wird – etwa dadurch, dass dann Gäste fehlen, die zu ihrer Zigarette eine Tasse Kaffee trinken oder auch jene, die aus dem Nichtraucherbereich gemeinsam an die Bar rauchen gehen und dabei die eine oder andere Runde trinken. Als größtes Problem sieht er es jedoch an, dass ein Wirt für den Umgebungslärm, der durch seine Lokalität entsteht, mitverantwortlich ist. Und dieser entsteht – vor allem bei Nachtlokalen – unweigerlich, wenn die Raucher zum Genuss ihrer Zigarette ins Freie gehen müssen.

Auch Miriam Perkovits vom Heurigen-Restaurant Habe d‘Ere bzw. der Diskothek Subway glaubt, dass die neue Gesetzeslage fürs Nachtlokal schwieriger wird. „Im Restaurant ist die Tendenz ohnehin so, dass schon überwiegend Nichtraucher-Tische gebucht werden“, berichtet Perkovits.

„In der Zeit, wo die Leute rausgehen rauchen, würden sie drinnen konsumieren“, befürchtet sie. Auch dass es durch die vielen rauchenden Menschen draußen auf der Straße zu der einen oder anderen nicht ungefährlichen Situation kommen könnte, bereitet ihr Kopfzerbrechen. Dennoch zeigt sie sich optimistisch. „In vielen Ländern ist ein Rauchverbot schon gang und gäbe. Es wird bei uns auch funktionieren, es wird halt ein paar Monate dauern bis es sich einpendelt.“

„Wir haben wegen des Rauchverbots nicht weniger Geschäft“

Schon seit Mai ist das Gasthaus Domschitz komplett rauchfrei. Der Haupteingang des Gasthauses war im einzigen Raum gewesen, wo geraucht werden durfte, was laut Behörde allerdings nicht zulässig gewesen ist. „Wir haben wegen des Rauchverbots nicht weniger Geschäft“, zieht Tamás Jagodics, der das Gasthaus Domschitz seit dem Jahr 2014 betreibt, Bilanz. Allerdings habe man abends ein paar Gäste verloren, die gekommen sind, um etwas zu trinken. Am Anfang der Woche schließt man daher mittlerweile bereits um 18 Uhr wie die Geschäfte in der Hauptstraße. Aber generell meint Jagodics: „Die Leute, die bei uns essen, haben sich schon daran gewöhnt. Über das Rauchverbot wird schon seit Monaten nicht mehr diskutiert.“