Schüler stimmen im EU-Parlament mit. Das Gymnasium Oberpullendorf vertritt Österreich in Straßburg, wo Schüler Arbeit von EU-Abgeordneten simulieren.

Erstellt am 22. Mai 2018 (10:43)
zVg
Freuen sich schon auf die Reise zum EU-Parlament. Darius Blazovich, Nina Dominkovits, Elias Erhardt, Jakob Friedl, Jakob Grössing, Florian Heiling, Simon Höttinger, Jeremia Kerstner, Samuel Loibl, Andre Pekovits, Simon Schlögl, Paul Szabo, Raphael Tarita, Cara Thaler, Lisa-Marie Trettner, Kilian Weber besuchen mit ihren Lehrern Paul Fraller und Markus Neuhold Straßburg. 

„Europa an meiner Schule, wie kann das gelingen?“ - unter diesem Motto stellte Professor Markus Neuhold den Schülern der jetzigen 7A-Klasse des Gymnasiums Oberpullendorf einen freiwilligen Arbeitsauftrag. Die eingelangten Beiträge reichten von einem Video bis zu einer Powerpoint-Präsentation und waren so vielfältig, dass sie auch beim Wettbewerb im Rahmen des Programms Euroscola des Europäischen Parlaments überzeugten.

Resolutionen werden gemeinsam erarbeitet

Kommende Woche dürfen Schüler der 7A-Klasse daher als Vertreter Österreichs ins Europäische Parlament nach Straßburg reisen, wo Schülergruppen aus fast allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union vertreten sein werden. Sie werden Debatten und Entscheidungsprozesse im Europäischen Parlament simulieren.

Dazu werden sie zunächst in internationalen Arbeitsgruppen auf Englisch und Französisch in den Sitzungssälen der Ausschüsse zu folgenden Fragen debattieren: „Wie können wir nachhaltige Entwicklung fördern?“ (Gruppe Umwelt und Erneuerbare Energie), „Dürfen die Menschenrechte eingeschränkt werden, wenn die Sicherheit auf dem Spiel steht?“ (Gruppe Sicherheit und Menschenrechte), „Kann die kulturelle Vielfalt in Europa gefördert werden?“ (Gruppe 2018 – Europäisches Jahr des Kulturerbes), „Wie sollte die Zukunft Europas aussehen?“ (Gruppe Zukunft Europas), „Wie sollte Europa zu den Themen Migration und Integration stehen?“ (Gruppe Migration und Integration) und „Ist die Jugendbeschäftigung eine Herausforderung für Europa?“ (Gruppe Jugendbeschäftigung).

Ideen und Vorschläge im Plenarsaal präsentiert

Danach werden die in den Arbeitsgruppen gesammelten Ideen und Vorschläge von einem durch die Gruppe ernannten Sprecher im Plenarsaal des Europäischen Parlaments präsentiert. Die Schüler nehmen dazu auf den Sitzen der Abgeordneten Platz, um über die von den Arbeitsgruppen eingebrachten Resolutionen abzustimmen. Zum Abschluss gibt es für jeden Schüler ein Euroscola-Diplom für die Teilnahme.

„Den Teilnehmern wird ein besseres Verständnis der Abläufe und Strukturen in der europäischen Politik ermöglicht“, ist Markus Neuhold überzeugt, der sich schon seit dem vergangenen Schuljahr mit seiner Klasse intensiv mit der Europäischen Union auseinandersetzt. „Alle Schüler haben ein Portfolio zur Europäischen Union geschrieben, die teilweise länger geworden sind als eine vorwissenschaftliche Arbeit. Ein Schüler hat sogar über 60 Seiten geschrieben.“