Einkaufszentrum wird wieder neu belebt. Investoren-Trio kaufte fast leer stehendes FMZ Stoob und will neue Geschäfte in Bezirk holen. Geplante Eröffnung: Frühjahr 2022.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 24. Juni 2021 (05:52)

Das Fachmarktzentrum am Stadtrand gegenüber dem OBI-Bau- und Gartenmarkt, das größtenteils leer steht, soll schon kommendes Frühjahr in neuem Glanz erstrahlen.

Ein Investoren-Trio aus Wien und Niederösterreich hat das Areal erworben. „Wir werden dieses beleben, erneuern und komplett modernisieren“, berichtet Andreas Koptik, einer der Investoren, im BVZ-Gespräch. Wie seine Partner ist auch er ein Handelsprofi und hat zum Beispiel das Fachmarktzentrum in Kittsee aus der Taufe gehoben, das heute 27 Geschäfte zählt, oder ähnliche derartige Projekte in Oberösterreich.

Im Herbst sollen die erforderlichen Baumaßnahmen starten, um den Bestand in ein zeitgemäßes Erscheinungsbild zu kleiden. Die u-förmige Anordnung soll erhalten bleiben, der mittlere Teil, wo sich aktuell die Diskothek „Die Alm“ befindet, abgerissen werden. Hier ist eine mögliche Übersiedelung verbunden mit der Schaffung eines neuen gastronomischen Angebots angedacht und in Verhandlung. Gespräche laufen außerdem mit potenziellen Mietern. So möchte Koptik neue Geschäfte ins Mittelburgenland holen, die es im Bezirk noch nicht gibt. Insgesamt werden es zirka zehn Mieter sein – die Kleinteiligkeit der Immobilie soll mit dem Umbau Geschichte sein. Geplante Eröffnung für das Fachmarktzentrum Stoob soll im Frühjahr 2022 sein.

Aktuell werden gerade die notwendigen Vorbereitungen mit Behörden und Sachverständigen abgewickelt, die teilweise schon abgeschlossen sind.

BLOP! begrüßt diese Entwicklung

Besonders erfreut über die Revitalisierung des Fachmarktzentrums zeigt sich auch BLOP! (Bewegung für ein lebenswertes Oberpullendorf), „weil dieses Projekt nicht nur das Thema Kampf der Bodenversiegelung durch Revitalisierung aufnimmt. Es wird damit auch eine Variante der zweiten Ausbaustufe des Businessparks sehr unwahrscheinlich: Handelsbetriebe in einer Fachmarktzentrums-Schuhschachtel unterzubringen und so den Handel im Ortskern und auch den Handel im bestehenden Fachmarktzentrum Stoob-Süd zu gefährden“, heißt es in einem Bürgerinnen-Brief von BLOP!, die immer betont hat, dass man nicht den Businesspark verhindern wolle, sondern dass es um eine ökologisch und ökonomisch langfristig sinnvolle Lösung gehe, um die Region zu stärken.

„Aktuell gibt es einige Informationen, die im Businesspark-Projekt eine Fastfood-Kette, einen Möbelhändler und einen Lebensmittelhändler als große Flächen fixiert ansehen. Die zweite Ausbaustufe soll aber regionalen Gewerbebetrieben die Möglichkeit für Erweiterung geben.“