Eine Stimme sichert dreizehntes Mandat

ÖVP konnte das 2012 gewonnene Mandat verteidigen und gewann 2,1 Prozent, die SPÖ legte um 2,7 Prozent zu.

BVZ Redaktion Erstellt am 04. Oktober 2017 | 08:58
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High Five: Auch der langjährige ÖVP-Bezirksobmann Werner Gradwohl gratulierte Bürgermeister Rudolf Geißler zum Wahlerfolg.
Foto: zVg

Am Tag vor der Wahl fand Bürgermeister Rudolf Geißler eine Nachricht auf der Windschutzscheibe seines Autos: „Alles Gute für Morgen :-).“ Und der nette Wunsch ging in Erfüllung.

Denn zwei Ziele hatte sich die ÖVP mit Bürgermeister Rudolf Geißler für den 1. Oktober gesteckt und am Ende des Tages konnte man hinter beiden ein Hakerl machen: Der Bürgermeister wurde im ersten Wahlgang erobert und die absolute Mehrheit im Gemeinderat erfolgreich verteidigt und das annähernd mit den gleichen Ergebnissen wie bei der Wahl 2012. Prozentuell konnte man sogar um 2,1 Prozent zulegen. „Das bestätigt, dass wir unsere Arbeit in den vergangenen Jahren ganz gut gemacht haben“, meint Rudolf Geißler, der nun in seine dritte Periode als Stadtchef geht.

SPÖ und Grüne hätten sich mehr erhofft

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Erreichte 524 Vorzugsstimmen: Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer ist stolz auf dieses Ergebnis.
zVg

Die SPÖ legte um 2,7 Prozent an Stimmen zu, konnte aber kein Mandat gewinnen. Hätte nur ein Wähler anders entschieden hätte der SPÖ aber ein zehntes Mandat zufallen können. „Ich möchte mich bei den Wählerinnen und Wählern bedanken, die mir und meinem Team das Vertrauen geschenkt haben. Wir haben prozentuelle Zuwächse gehabt, was aber leider nicht zur einer Mandatsveränderung geführt hat“, meinte SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer.

„Die Oberpullendorfer haben sich weiterhin für einen Stillstand entschieden. Wir wollten die Zukunft gestalten. Das ist nicht befürwortet worden. Aber das ist der Wählerwille und der ist zu respektieren“, so Trummer. Stolz ist sie darauf, dass sie dem Bürgermeister in puncto Vorzugsstimmen um nicht viel nachsteht. So schaffte Bürgermeister Rudolf Geißler 573 Vorzugsstimmen, Trummer konnte 524 auf sich vereinen. Insgesamt hätte sie sich aufgrund der Tätigkeit der vergangenen fünf Jahre aber mehr erwartet und da geht es ihr wie den Grünen.

Lehner: "Hätten mit zweiten Mandat gerechnet"

Gemeinderatswahl 2017 Oberpullendorf
Land Burgenland, Grafik: Bischof/Gastegger

„Wir sind sehr enttäuscht. Wir hätten mit einem zweiten Mandat gerechnet, weil wir in den vergangenen fünf Jahren gute Arbeit geleistet und einen guten, positiven und fairen Wahlkampf geführt haben. Trotzdem ist dies nicht honoriert worden“, so Lehner. „Dass es für die Grünen auf Bundesebene nicht so gut läuft, hat sich anscheinend auch auf Gemeindeebene durchgeschlagen.“

Auffallend war, dass die Wahlbeteiligung in der Stadt nur bei 71 Prozent lag, was deutlich unter dem Bezirksschnitt von 83,6 und dem Landesschnitt von 81,1 Prozent liegt. Geißler erklärt sich dies so: „Meine Interpretation ist, dass wenn die Leute zufrieden sind und alles passt, die Bereitschaft, wählen zu gehen, nicht so groß ist.“ Die ÖVP wird in den nächsten Tagen darüber reden, wer welche Funktionen übernehmen soll. Auch bei der SPÖ steht eine Sitzung an, wo entschieden werden soll, wie es weitergeht. „Jeder macht sich Gedanken darüber, denn man hat eine Verantwortung für die Stadt und die Partei“ , so Trummer.

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Hätte sich mehr erhofft: Roland Lehner und die Grünen wollten ein zweites Mandat.
zVg