Oberloisdorf - 700.000 Euro flossen in Hochwasserschutz

Rund 700.000 Euro sind in den vergangenen zehn Jahren in der Gemeinde Oberloisdorf in den Hochwasserschutz geflossen.

Hochwasserschutz
In der Rabnitz wurde an der Hottergrenze zu Steinberg eine „Fischwanderhilfe“ errichtet. Hand in Hand mit dieser ökologischen Maßnahme werden auch Maßnahmen zur Rabnitz-Regulierung gesetzt, da Hochwasserschutz sowohl Bürgermeister Manfred Jestl als auch Vizebürgermeister Rudolf Bauer sehr wichtig ist. 
Foto: Grabner

Entstanden sind dabei unter anderem das Rückhaltebecken im Gebiet Weingartenäcker/Waldäckergraben hinter dem A1-Sender sowie das Absetzbecken in der Ried Nickelmann im Bereich der ehemaligen Eisenbahnbrücke.

Außerdem wurde auf einen Mix aus vielen kleineren Maßnahmen gesetzt wie etwa im Ried Wiesenacker, wo bei der Wiesenackerbrücke der Durchfluss durch einen Schieber reduziert wurde, um den dahinter befindlichen Graben als natürliche Rückstaufläche nutzen zu können oder die Erhöhung der Angerbrücke durch eine Aufmauerung, um dem Bach bei Hochwasser mehr Raum zu bieten.

Hochwasserschutz
zVg/Grabner

Zusätzlich wurden heuer rund 50.000 Euro für Ökologisierungsmaßnahmen an der Rabnitz investiert. An der Hottergrenze zu Steinberg ist eine „Fischwanderhilfe“ entstanden, wobei die Gemeinde einen Kostenanteil von 5.000 Euro zu tragen hatte. Diese sorgt dafür, dass Fische durch den Fluss „wandern“ können, um etwa den Oberlauf zu erreichen oder wenn sie nach einem Hochwasser abgedriftet sind, zurückkehren zu können.

Hand in Hand mit dieser Maßnahme für den Naturschutz werden weitere Maßnahmen für den Hochwasserschutz durchgeführt. So werden in nächster Zeit von Gemeinde, Land und Bund gemeinsam rund 100.000 Euro für die Regulierung der Rabnitz investiert werden, um Anlandungen zu entfernen und damit zu garantieren, dass wieder eine entsprechende Wassermenge durchfließen kann.

Hochwasserschutz
Fischwanderhilfe. Die Baufirma Krutzler – im Bild Albert Krutzler sen. – zeichnete für die Errichtung verantwortlich. Bürgermeister Manfred Jestl und Vizebürgermeister Rudolf Bauer begutachteten gemeinsam das Ergebnis.
zVg/Grabner

Bei ihren Bemühungen um den Hochwasserschutz hofft die Gemeinde auch auf die Unterstützung der Landwirtschaft – nicht zuletzt deshalb, weil die Feuerwehr erst unlängst nach einem Unwetter ausrücken musste, um einige Straßen von Schlamm zu befreien, der von Feldern am Ortsrand in die Ortschaft hereingespült wurde.

Laut Experten kann nämlich auch die Flächenbewirtschaftung dazu beitragen, Hochwasserschäden zu vermeiden, indem beispielsweise die Versickerungsfähigkeit von Böden verbessert wird, Erosionsschutzmaßnahmen ergriffen werden oder in Überschwemmungsbereichen Rückstaueffekte durch hochwachsende Pflanzen vermieden werden.

Auch Landschaftsstrukturelemente wie Feldraine oder begrünte Geländemulden können die Auswirkungen von Starkregen reduzieren, da sie den Abfluss bremsen.