Chor „U‘LC“ feiert Jubiläum. Der Pilgersdorfer Chor „U‘LC“ feiert sein 25-jähriges Bestehen. Seinen kreativen Namen hat der Chor einem spontanen „Buchstaben-Experiment“ vor einem Auftritt zu verdanken.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 18. Mai 2020 (06:26)

Auf ein klangvolles Vierteljahrhundert mit Titeln wie „The Rose“, „Circle of Life“, „Viva la Vida“ oder „Wunder geschehen“ und Flöten-Instrumentalstücken kann der Chor „U’LC“ zurückblicken. Die Wurzeln des Chors gehen auf eine Jungschargruppe zurück, die der Pilgersdorfer Religionslehrer Manfred Grosinger gegründet hatte. Da einige Mädchen großes Gesangstalent zeigten, trat er mit ihnen in der Kirche auf. Der damalige Kirchenchorleiter Ernst Filz hatte durch seine Tätigkeit am Gymnasium Oberpullendorf allerdings eher einen Bezug zum „modernen Kirchenlied“ und so tauschten die beiden als Chorleiter ihre Rollen. Am 11. Dezember 1994 erfolgte dann der erste offizielle Auftritt mit einer neunköpfigen Besetzung. In weiterer Folge wurden in regelmäßigen Abständen Gottesdienste gestaltet.

Die Pilgersdorfer Kirchenbesucher fanden Gefallen an dieser Musik und es folgten in regelmäßigen Abständen Gottesdienste, die der Chor gestalten durfte.

Auch zu Feierlichkeiten anderer Gruppen wurde man mehrfach eingeladen, wie im Oktober 1998 vom Oberpullendorfer Chor „Arabesque“ ins Haus St. Stephan. Damals ist auch der heutige Name der Gruppe entstanden, die bis dahin mehr oder weniger einfach als ein Jugendchor aus Pilgersdorf tituliert wurde. „Es war fast peinlich, inmitten anderer Bands ohne Namen dazustehen, also begann eine Sängerin unmittelbar vor unserem Auftritt mit Buchstaben herumzuexperimentieren“, erinnert sich Tanja Schwarz-Hetlinger, die seit 1998 als Sängerin dabei ist. „USC Pilgersdorf – den Sportverein gab es schon, ULC klang nicht schlecht, und englisch ausgesprochen ergab sich plötzlich ein tieferer Sinn: ‚U’LC - You’ll see, – ‚Du wirst sehen‘, also eine echte biblisch-prophetische Dimension.“

Im Dezember 1998 gab es einen ordentlichen Schub an Neuzugängen, 2001 einen Generationenwechsel. Ernst Filz übergab das Zepter an die Mädchen. Judith Grosinger, eine Sängerin der ersten Stunde, übernahm von Ernst Filz vor einigen Jahren die Klavierbegleitung des Chores und lernte zwei junge Mädchen an. Mittlerweile steht sie den 18 Chormitgliedern beratend zur Seite. „Wir umrahmen nicht nur Gottesdienste sondern auch Taufen, Hochzeiten, Sportler- und Kindermessen, Firmungen usw. musikalisch. Die jetzige Zusammensetzung ist musikalisch sehr engagiert, kreativ und bestrebt neue Stilrichtungen auszuprobieren, auch weit über den modernen Kirchengesang hinaus“, so Schwarz-Hetlinger. Das für Ende März geplante Konzert zum 25 Jahr-Jubiläum wird auf alle Fälle nachgeholt – einen Termin gibt es aber noch nicht.