Euros fließen ins Trinkwasser. Nach der Kamerabefahrung der Wasserleitung wurden bereits einige Sofortmaßnahmen gesetzt. Einige weitere Maßnahmen sind noch im heurigen Jahr geplant.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 16. Juni 2017 (05:00)
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Das manipulierte Trinkwasser verursachte diverse Beschwerden
APA (dpa)

Für die Trinkwasserversorgung hat die Gemeinde heuer schon einiges Geld in die Hand genommen. So wurden Kamerabefahrungen vom Quellgebiet Kogl zum Hochbehälter Pilgersdorf und von der Quelle Steinbach zum Hochbehälter Steinbach durchgeführt.

Rohrbruch war Hauptfehlerquelle

„Dadurch haben sich Maßnahmen ergeben, die zum Teil sofort durchgeführt wurden“, berichtet der von der Gemeinde beauftragte Ziviltechniker Gustav Spener. Entlang der 3.800 Meter langen Leitung vom Quellgebiet Kogl nach Pilgersdorf gab es in Vergangenheit eine Fehlmenge von rund 40.000 Liter Wasser pro Tag. Dieses Problem wurde laut Spener gefunden und behoben. Hauptfehlerquelle war ein Rohrbruch im Bachbereich auf Höhe des Bauhofs, der mittlerweile saniert wurde.

Außerdem wurde die Zu- und Entnahmeleitung beim Hochbehälter Steinbach erneuert, ein Rohrbruch im Quellgebiet Kogl saniert und neue Hausanschlüsse gemacht. Insgesamt wurden rund 16.000 Euro in die Behebung von Mängel investiert, die durch die Kamerabefahrung entdeckt wurden. Außerdem wurden die Leitungen gereinigt, was zusätzliche Kosten in Höhe von 4.000 Euro verursacht hat. Weitere 20.000 Euro werden heuer noch in die Erneuerung der Armaturen in diversen Wasserleitungsschächten und 5.500 Euro zur Behebung eines kleineren Rohrbruchs unter der Landesstraße benötigt.

In Deutsch Gerisdorf wird um 38.000 Euro ein Wasserleitungsbau Richtung Kreuzung B55/B50 durchgeführt. Im Bereich Steinbach wurde ein aussichtsreiches Hoffnungsgebiet für einen neuen Brunnen gefunden, wodurch Kosten in Höhe von 5.000 Euro entstanden sind. Dort möchte man ein Wasserrechtsprojekt für einen Pumpversuch einreichen.

„Im Bereich Wasser haben wir rund 200.000 Euro budgetiert. Durch Umschichtungen können wir diese Maßnahmen finanzieren“, erklärte Bürgermeister Ewald Bürger. Der Gemeinderat gab einstimmig grünes Licht.