ÖVP einigte sich auf „freies Spiel der Kräfte“. Jede Vorzugsstimme zählt! Der Spitzenkandidat jeden Ortsteils hat Anspruch auf ein Mandat, die weitere Reihung bestimmt der Wähler.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. September 2017 (16:18)
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Lassen Wähler Reihung entscheiden: Spitzenkandidat Ewald Bürger und Gemeindeparteiobmann Robert Bürger.
Michaela Grabner

42 Kandidaten hat die ÖVP Pilgersdorf für die Wahl am 1. Oktober nominiert. Um innerhalb der Wahlliste einen vorderen Kandidaten überholen zu können, braucht man per Gesetz je nach Listenplatz eine gewisse Anzahl von Vorzugsstimmen mehr als die Zuvorgereihten (siehe unten).

„Ich weiß, wer in den vergangenen Jahren die Arbeit geleistet hat“

Bei der ÖVP Pilgersdorf reicht dazu eine einzige, denn wie es Gemeindeparteiobmann Robert Bürger ausdrückt: „Wir lassen das freie Spiel der Kräfte zu.“ In der Praxis heißt dies, dass man in der ÖVP folgende Vereinbarung getroffen hat: Abgesehen von den Spitzenkandidaten aus jedem Ortsteil fallen die restlichen ÖVP-Gemeinderatsmandate jenen Kandidaten von Platz 9 bis 42 auf der ÖVP-Liste zu, die die meisten Vorzugsstimmen bekommen.

Neben Bürgermeisterkandidat Ewald Bürger treten Josef Thurner (Deutsch Gerisdorf), Katrin Pessenlehner (Bubendorf), Robert Grosinger (Lebenbrunn), Franz Kainz (Salmannsdorf), Wolfgang Heiszenberger (Steinbach), Alexandra Heissenberger (Kogl) und Thomas Renner (Pigersdorf) als Spitzenkandidaten für ihren jeweiligen Ortsteil an.

Insgesamt hätte man an die 60 Kandidaten gehabt. Unter den nunmehr 42 seien über die Hälfte keine Parteimitglieder, aber Leute, die etwas für den Ortsteil machen und in der Gemeinde integriert sind.

„Wir haben aktuell vierzehn Mandate, Ziel ist es, dass wir das fünfzehnte Mandat und den Vizebürgermeister zurückholen, den wir bei der vergangenen Wahl mit sieben Stimmen verloren haben. Damals ist auch die FPÖ angetreten, das Reststimmenmandat ist dann der SPÖ zugefallen“, erklärt Bürgermeister Ewald Bürger, der auch auf ein sechzehntes Mandat hofft. „Ich weiß, wer in den vergangenen Jahren die Arbeit geleistet hat und ich hoffe, dass es auch die Bevölkerung ähnlich sieht.“

Und Robert Bürger ergänzt: „Mit dem Vorzugsstimmenwahlkampf hoffen wir eine positive Motivation bei allem Kandidaten und damit unser gestecktes Ziel zumindest das fünfzehnte, wenn nicht sogar das sechzehnte Mandat zu erreichen.“