Problemstoffe richtig entsorgen: Mitarbeiter geschult. Die Abfallsammelstellenbetreuer der Gemeinden wurden vom Müllverband geschult.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 24. November 2017 (05:00)
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Setzen auf Schulungen: Die Obleute Josef Korpitsch und Markus Szelinger sowie Geschäftsführer Johann Janisch.
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Auf dem Bauhof einer südburgenländischen Gemeinde kam es durch eine beschädigte Batterie zu einem Brand, der 50.000 Euro Schaden verursacht hat. „Lithium-Ionen-Akkus und -Batterien sind sehr leistungsstark und heute in nahezu allen Gebrauchsgegenständen. Bei Beschädigungen beginnen diese aber leicht von selbst zu brennen.

Daher muss man sehr sorgsam damit umgehen“, führt Johann Janisch, Geschäftsführer des Burgenländischen Müllverbandes (BMV) aus. Dieser hat daher die jährlich von ihm organisierten Schulungen der Gemeindebediensteten, die die Abfallsammelstellen betreuen, heuer unter das Thema „Richtige Sammlung und Entsorgung von Lithium-Batterien und –Akkus“ gestellt.

„Laut Schätzungen werden bis zu 80.000 Tonnen Müll in Österreich illegal entsorgt."Josef Korpitsch

Die Abfallsammelstellen der Gemeinden sind laut BMV unverzichtbar, wenn es gilt, Abfälle aus dem Gemeindegebiet geordnet zu übernehmen und einer ökologischen Wiederverwertung und Behandlung zuzuführen. Seit 1996 werden daher Schulungen in Form von Kursen abgehalten, an denen seit 1996 rund 3.000 Gemeindebedienstete teilnahmen. Einer der vier heuer abgehaltenen Kurse ging in Pilgersdorf über die Bühne. „Wenn Menschen gefährliche Stoffe zur Abfallsammelstelle bringen, müssen diese versorgt werden. Wir versuchen als Verband, die Mitarbeiter vor Ort zu unterstützen, damit sie ihre Arbeit professionell abwickeln können“, betont BMV-Obmann Markus Szelinger.

Sein Stellvertreter Josef Korpitsch verwies in dem Zusammenhang darauf, dass illegale private Müllsammelbrigaden, vor allem auch wenn es um die Entsorgung derartiger Problemstoffe geht, ein großes Gefährdungspotenzial für Mensch und Umwelt darstellen. „Laut Schätzungen werden bis zu 80.000 Tonnen Müll in Österreich illegal entsorgt. Wenn man dies duldet, macht man sich als Bürger oder Gemeinde strafbar“, so Korpitsch. „Gewisse Fraktionen werden zudem dann wieder in Straßengräben oder landwirtschaftlichen Flächen entsorgt.“

Außerdem verwiesen die beiden Obleute auch auf den volkswirtschaftlichen Schaden, weil den Gemeinden Einnahmen aus dem Verkauf der Altstoffe entgehen.