Biozertifikat fürs Simperl. Bis Ende 2021 wird eine 50-prozentige Bioquote in Kindergärten und Schulen angepeilt. In Piringsdorf erfüllt man diese bereits.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2021 (05:59)
440_0008_8103888_opu24m_piri_biozertifikat
Im neuen biozertifizierten Gastro-Betrieb. Landesrat Heinrich Dorner, Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf, Naemi und Gottfried Loibl sowie Bürgermeister Thomas Hauser setzen sich für die Biowende ein.
zVg

Das Gasthaus „Simperl“ der Familie Loibl hat das Biozertifikat verliehen bekommen. Dies bedeutet, dass zumindest 50 Prozent des Essens, das aus der Küche des „Simperls“ kommt, mit biologisch produzierten Lebensmitteln zubereitet wurde. Für die Zertifizierung – es gibt in Österreich sieben anerkannte Zertifizierungsstellen – mussten Lieferung, Einkauf etc. offen gelegt werden, in weiterer Folge kam es zu unangemeldeten Kontrollen. Die Zertifizierung ist für ein Jahr ausgestellt. Bei der Erstzertifizierung gibt es eine finanzielle Unterstützung vom Land in der Höhe von rund zwei Drittel der Kosten.

„Wir liefern seit dem Jahr 2000 Essen auf Rädern aus, außerdem beliefern wir fünf Kindergärten bzw. Tagesbetreuungsstätten. Um die 1.000 Essen sind es, die wir pro Woche ausliefern“, führt Gastronom Gottfried Loibl aus. Zur Zertifizierung gratulierte auch Landeshauptmannstellvertreterin Astrid Eisenkopf als zuständiges Regierungsmitglied. „Wir wollen gesunde, regionale, biologische Lebensmittel für die Bevölkerung zur Verfügung stellen. Bis 2021 sollen Kindergärten und Schulen zu 50 Prozent auf biologische Ernährung umgestellt haben, Piringsdorf erfüllt dieses Ziel bereits jetzt.“ Denn selbstverständlich wird auch der Piringsdorfer Kindergarten vom ortsansässigen biozertifizierten Gastro-Betrieb beliefert. „Für eine Gemeinde ist es Gold wert, solche Betriebe zu haben“, meint dazu Bürgermeister Thomas Hauser. Und Landesrat Heinrich Dorner sieht Bio als unausweichliches Zukunftsthema, wenn es um die Landwirtschaft geht. „Es geht dabei um gesunde Ernährung, aber auch um das wichtige Gut Boden“, so Dorner.

Das Land zielt daher auf eine 100-prozentige Bioquote in Kindergärten und Schulen bis Ende 2024 ab.