Abschied nach 44 Jahren: Stadtpolizei erhält neuen Chef

Erstellt am 04. April 2018 | 05:54
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Abschied: Bezirkspolizeikommandant Werner Omischl dankte Johann Plaukovits für seine Arbeit.
Foto: BVZ
Oberpullendorfs Stadtpolizeikommandant Hans Plaukovits war auf fünf Dienststellen im Bezirk tätig, zuletzt seit 2012 in Oberpullendorf. Nun geht er in Rente, der Posten wird ausgeschrieben.
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Demnächst wird der Posten des Stadtpolizeiinspektionskommandanten durch die Landespolizeidirektion ausgeschrieben. Der bisherige Stadtkommandant Hans Plaukovits hat nach 44 Dienstjahren bei Gendarmerie und Polizei den Ruhestand angetreten.

Eigentlich war er in seinen ersten Berufsjahren als Einzelhandelskaufmann tätig gewesen. „Mein Schwiegervater war Polizist und er hat mich für diesen Beruf begeistert“, erzählt Plaukovits, wie er 1974 bei der Bundesgendarmerie gelandet ist. Plaukovits war während seiner Dienstzeit auf fünf verschiedenen Gendarmerie- und Polizeidienststellen im Bezirk tätig. Zehn Jahre war er Kommandant der Polizeiinspektion Kobersdorf, 14 Jahre der Grenzpolizeiinspektion Deutschkreutz und zuletzt seit Oktober 2012 der Polizeiinspektion Oberpullendorf.

„ Nie bereut, Polizist geworden zu sein“

„Ich habe es keinen einzigen Tag bereut, Polizist geworden zu sein“, so Plaukovits. Natürlich habe es nicht nur angenehme, sondern auch tragische Vorfälle gegeben. So musste er nur wenige Monate nach der Ausmusterung aus der Gendarmerieschule zu einem Unfall in Neutal, wo ein Auto mit einem mit Schülern voll besetzten Bus zusammengestoßen und ein Todesopfer zu beklagen war.

„Eines der prägendsten Ereignisse war die seit den 90er-Jahren andauernde Flüchtlingsbewegung, die auch heute noch immer nicht ihr Ende gefunden hat“, so Plaukovits. In besonders schöner Erinnerung sind ihm hingegen das Fest der Bundesgendarmerie am Heldenplatz anlässlich des 150-jährigen Jubiläums, das Europafrühstück 2004 in Deutschkreutz zum EU-Beitritt Ungarns und die Weihnachtsfeiern mit den Reisenden an der Grenze in Deutschkreutz.

Stolz ist er auch auf die noch heute gültige Einbahnregelung für die Schlossspiele Kobersdorf, die er vor vielen Jahren mit den damaligen Verantwortlichen ausgearbeitet hat. „Für mich war es ein sehr schöner Lebensabschnitt, wo ich die Möglichkeit hatte, mit verschiedensten Menschen in Kontakt zu treten und ich hatte auch viele nette Kollegen, in deren Mitte ich mich sehr wohl gefühlt habe“, so Plaukovits.

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