Bus für 14 Orte fährt ab Herbst: Ein Plus an Mobilität. Mit dem Projekt „PLUSBus“ sollen Personen, die nicht mobil sind, angesprochen werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 05. Juli 2017 (05:55)
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Freuen sich über das neue Projekt: Gottfried Loibl, Lockenhaus‘ Vizebürgermeisterin Gabi Hafner, Pilgersdorfs Bürgermeister Ewald Bürger, Waltraud Hansen, Lockenhaus‘ Bürgermeister Christian Vlasich, Bürgermeister Franz Haspel aus Unterrabnitz-Schwendgraben sowie Josef Wendl.
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Der „PLUSbus“ ist ein Projekt der drei Gemeinden Pilgersdorf, Lockenhaus und Unterrabnitz-Schwendgraben, die durch die Implementierung dieses Mikro-Öffentlichen-Verkehrssystems hoffen, die Region und ihre Bewohner besser anbinden zu können.

Fahrt zum Arzt und zum Einkaufen ermöglichen

Der geplante Betriebsstart ist mit Schulbeginn im September. „Wir haben hier den Spezialfall, dass zwei Gemeinden, nämlich Lockenhaus und Pilgersdorf, viele Ortsteile haben“, so Lockenhaus‘ Bürgermeister Christian Vlasich.

Neben den – zum Teil schon bestehenden – Kindergarten- und Schülerfahrten wird das Angebot tägliche Fahrten innerhalb der Gemeinde sowie einmal wöchentlich Fahrten nach Kirchschlag und Oberpullendorf umfassen. Damit sollen Personengruppen, die ohne fremde Hilfe nicht in der Lage sind, ihre Ziele selbstständig zu erreichen, angesprochen werden. Man möchte der Bevölkerung die Fahrt zum Arzt, zum Einkaufen oder für Erledigungen ermöglichen, so der Grundtenor des Projekts.

Die Fahrten werden dabei von den Fahrgästen telefonisch reserviert, damit soll auch die Hausabholung von weniger mobilen Personen ermöglicht werden. Die Disposition der Fahrten wird Waltraud Hansen übernehmen.

Pilgersdorfs Ortschef Ewald Bürger führte bei der Präsentation des „PLUSBus“ auch aus, dass es auch Folder und Postwurfsendungen für die Bevölkerung geben wird, die auch das neu ausgearbeitete Logo beinhalten werden. „Wir werden uns anschauen, wie das Projekt angenommen wird, dann kann man eventuell auch über eine Erweiterung, etwa für Jugendliche, reden“, so der Pilgersdorfer Bürgermeister.

Lokale Wirtschaft ist eingebunden

Bürgermeisterkollege Franz Haspel aus Unterrabnitz-Schwendgraben ergänzt: „Wir haben in der Gemeinde jahrelang über den Schul- und Kindergartentransport von Schwendgraben nach Unterrabnitz diskutiert. Für mich hat sich dieses Projekt daher super angeboten.“ Außerdem seien auch lokale Unternehmen eingebunden, so Haspel. Der „PLUSBus“ wird gemeinsam mit den Transportunternehmen Loibl und Wendl durchgeführt.

Das Projekt umfasst Kosten von 311.000 Euro, gerechnet auf drei Jahre. Förderungen kommen vom Land mit 20.000 Euro pro Jahr, auch vom Bund sind in den drei Jahren bis zu 125.000 Euro Förderung möglich. „Wir hoffen auf große Nachfrage, und dass alle einen Nutzen durch dieses Projekt haben“, so Christian Vlasich.