Kölly kandidiert wieder als Bürgermeister

Erstellt am 04. August 2022 | 22:05
Lesezeit: 3 Min
Manfred Kölly
Manfred Kölly will es wieder wissen.
Foto: zVg
Manfred Kölly, der bereits 19 Jahre lang das Amt als Ortschef von Deutschkreutz inne hatte, wird am 2. Oktober für die LBL wieder als Bürgermeister kandidieren.
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Spekulationen über ein mögliches Polit-Comeback von Deutschkreutz‘ langjährigem Bürgermeister Manfred Kölly gab es schon seit mehreren Wochen. Nun hat Kölly selbst bekannt gegeben,  am 2. Oktober erneut als Bürgermeisterkandidat der LBL kandidieren zu wollen. „Viele Bürger sind an mich herangetreten und haben gesagt, es gehört wieder Erfahrung her“, erklärt der 68-Jährige diesen Schritt. „Der jetzige Bürgermeister ist nicht vom Volk gewählt und hat meiner Meinung nach Probleme mit dem Posten des Bürgermeisters und die neue Führung der SPÖ kennt keiner. Mein Team hingegen hat jahrelange Erfahrung und bleibt wie es ist. Mit der aktuellen Situation und dem Stillstand in der Gemeinde bin ich nicht zufrieden. Es muss sich wieder etwas bewegen, daher habe ich nach langen Überlegungen entschieden, wieder zu kandidieren. Mein Herz schlägt für Deutschkreutz und für die Politik in Deutschkreutz.“ 


Kölly hatte sein Amt als Bürgermeister mit 6. September  2021 zurückgelegt. Dem war im Dezember 2020 ein Urteil wegen Amtsmissbrauchs vorangegangen, weil Kölly bei der Kommunalwahl 2017 mehrere Wahlkarten-Stimmzettel selbst ausgefüllt haben soll und seine Nichtigkeitsbeschwerde zurückgewiesen wurde. Unabhängig vom damals noch nicht endgültig feststehenden Strafrahmen – der später vom Oberlandesgericht mit 17 Monaten bedingt bestätigt wurde -  hatte Kölly aber bereits im Frühling 2021 angekündigt, sein Amt im September 2021 zurückzulegen.

Manfred Kölly startete seine politische Karriere 1992 im Gemeinderat von Deutschkreutz, damals noch als Unabhängiger. Drei Jahre später trat er der FPÖ bei und zog 2000 für die Freiheitlichen in den Landtag ein, wo er bis 2005 verblieb und dann später nochmals von 2010 bis 2020 tätig war. Im Jahr 2002 wurde Kölly bei der Gemeinderatswahl zum Bürgermeister von Deutschkreutz gewählt. Zu dieser Zeit war er der einzige FPÖ-Bürgermeister des Burgenlandes. Drei Jahre später trennten sich die Wege zwischen dem Deutschkreutzer und der FPÖ wieder.

Im Jahr 2007 gründete Manfred Kölly gemeinsam mit dem ehemaligen FPÖ-Parteiobmann Wolfgang Rauter eine eigene Partei, das Bündnis Liste Burgenland. Bei den nächsten Gemeinderatswahlen im Oktober 2007 erzielte Kölly mit seiner Freien Bürgerliste 38,7 Prozent und wurde stärkste Kraft im Deutschkreutzer Gemeinderat. Bei den folgenden beiden Gemeinderatswahlen folgte die Wiederwahl zum Bürgermeister.

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