50 Jahre Lisztverein gefeiert. Am Geburtstag von Franz Liszt (22. Oktober) wurde auch der 50. Jahrestag der Gründung des Lisztvereins Raiding gefeiert.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 25. Oktober 2018 (08:49)
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Bei der Festakademie. Thomas Mersich, Bürgermeister Markus Landauer, Pianist Pavel Kachnov, Eduard Kutrowatz, Obmann Manfred Fuchs und Johannes Kutrowatz.
Roznyak

Am 22. Oktober 1968 zum 157. Geburtstag von Franz Liszt wurde der Lisztverein Raiding, die österreichische Lisztgesellschaft, im Festsaal des ehemaligen Gasthauses Drescher, gegründet. Mit einer Festakademie wurde am Montag der 50. Jahrestag der Gründung gefeiert.

Lisztbibliothek wird 2019 eröffnet

„Einer der ersten war und ist Johann Erhardt, ein großer Pannonier, der gleich nach Heimkehr aus der Kriegsgefangenschaft am Aufbau des Burgenlandes beteiligt war. Er ist ein leidenschaftlicher Historiker und wurde 1956 mit 30 Jahren als einer der jüngsten Abgeordneten in den Landtag gewählt. Er war die Triebfeder der Gründung des Lisztvereins 1968 und hat 1971 die Schenkung des Geburtshauses von Esterházy an die Gemeinde Raiding erfolgreich begleitet“, schildert Bürgermeister Markus Landauer.

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Ein paar Stunden vor der Festakademie beschloss der Vorstand des Lisztvereins in einer Festvorstandssitzung, dass der große Saal der Lisztbibliothek im neuen Gemeindezentrum Johann Erhardt-Saal benannt werden soll. „Mit der neuen Lisztbibliothek schließt sich nun ein Kreis mit Konzert- und Geburtshaus“, so Landauer abschließend.

Eröffnet soll die Lisztbibliothek im Oktober 2019 mit diversen Ausstellungen sowie einem internationalen Lisztsymposium zum Thema „Liszt und der pannonische Raum“, werden. Bei der Festvorstandssitzung wurde auch die Weichenstellung für die Zukunft des Vereins einstimmig beschlossen. „In Zukunft wird sich die Landesregierung aktiv in den Verein einbringen — dieses Ziel verfolge ich schon seit ich den Obmann übernommen habe“, erklärte Manfred Fuchs, der seit 2007 Obmann des Lisztvereins Raiding ist.

Forschungseinrichtung soll entstehen

In Zukunft soll die Lisztbibliothek auch für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung stehen und es entsteht eine Homepage, wo alle Bestände online gestellt werden sollen. „Studenten können hier ihre Arbeit schreiben oder auf alten Instrumenten spielen. Hier in Raiding entsteht gemeinsam mit der Landesregierung eine Liszt-Forschungseinrichtung“, zeigt sich Fuchs stolz. Zum Abschluss gab es eine Torte und ein Ständchen.

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