Gemeinsames Dach für Liszt und Raiding(er). Die Gemeindeverwaltung, einen mit der Lisztbibliothek kombinierten Veranstaltungssaal samt Balkon, der auch als Standesamt und Sitzungssaal für den Gemeinderat genutzt werden soll, Gastronomie, sowie eine gewerbliche Nutzungseinheit wird das neue Dorfzentrum umfassen, wobei die verschiedenen Nutzungseinheiten über einen komplett überdachten Innenhof miteinander verbunden sind.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 11. Mai 2017 (03:55)
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Synergieeffekte mit Lisztzentrum: Das große Fenster der Lisztbibliothek, wo auch ein Flügel und die renovierte Liszt-Orgel untergebracht sein werden, und der Dorfbalkon werden den Blick aufs Lisztmuseum freigeben. Foto: Halbritter & Hillerbrand ZT GmbH
Halbritter & Hillerbrand ZT GmbH

Am Standort des derzeitigen, sanierungsbedürftigen Gemeindeamts, das aus dem Jahr 1947 stammt, sowie der zwei benachbarten Grundstücke, die von der Gemeinde angekauft werden konnten, soll das neue Zentrum entstehen. Abriss des bestehenden Gebäudes bzw. Baustart soll im heurigen Sommer sein. Die Bauzeit wird ungefähr 15 Monate betragen.

Multifunktional: In der Präsentation des Architekturbüros ist die Rede von „einem spannungsvollen räumlichen Netzwerk von Flächen unterschiedlicher Qualitäten und Funktionen, das einlädt, durchwandert, bespielt und mit Leben gefüllt zu werden“ sowie von einer „abwechslungsreichen Bühne für das dörfliche Leben, gemeinschaftsfördernd und identifikationsstiftend im Sinne der sozialen Nachhaltigkeit“. Foto: Roznyak
Roznyak

„Bis nächstes Jahr zum Lisztfestival im Oktober soll alles fertig sein“, meint Bürgermeister Markus Landauer, wobei es der Gemeinde wichtig ist, nichts zu Lasten der Qualität zu übereilen. Als Bauträger fungiert die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft. Die Gemeinde ist Grundstückseigentümer, Baurechtsgeber und Mieter.

Gemeindeverwaltung, Lisztbibliothek, Veranstaltungssaal, Gastronomie, Räume für gewerbliche Nutzung: Das vom Architekturbüro Halbritter und Hillerbrand – im Bild Heidemarie Hillerbrand und Herbert Halbritter – entworfene Dorfzentrum wird viele Bereiche abdecken. Alfred Kollar von der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (Bauträger) sowie Bürgermeister Markus Landauer und Vizebürgermeister Christian Zimmer präsentierten das Projekt im Rahmen einer Bürgerversammlung. Foto: Roznyak
Roznyak

Sechs Architekten waren eingeladen gewesen, im Rahmen eines Ideenfindungswettbewerbs ihre Entwürfe für das neue Dorfzentrum der neunköpfigen Jury, bestehend aus dem Gemeindevorstand, Architekten und Vertretern der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft) zu präsentieren. Als Sieger ging das Architekturbüro Halbritter & Hillerbrand ZT GmbH aus Neusiedl am See hervor.

Laut Gemeinde wird derzeit noch an den Detailfragen gearbeitet. Außerdem werden Gespräche mit Gastronomen geführt, wobei man auf eine zeitnahe Entscheidung hofft, weil dann der Gastronom seine Vorstellungen beim Bau bereits einbringen könnte. Seitens der Gemeinde würde man sich ein differenziertes Angebot wünschen, das einen Café/Barbetrieb ebenso abdeckt wie einen Restaurantbetrieb zumindest während Veranstaltungen im Lisztzentrum bzw. in der Gemeinde.