Trasse für die letzten Kilometer. Experten präsentierten interessierten Bürgern das Ergebnis der strategischen Umweltprüfung betreffend der drei möglichen Trassen. Im Frühjahr 2018 soll Baubeginn sein.

Von Michaela Grabner. Erstellt am 08. Februar 2017 (05:55)
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Bei der Planungsausstellung: Vizebürgermeister Johann Plemenschits, Baudirektor Wolfgang Heckenast, Landesrat Helmut Bieler, Landesrat Norbert Darabos und Bürgermeister Johann Schedl.
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Die Verkehrsfreigabe der B61a vom Kreisverkehr zwischen Oberpullendorf und Steinberg–Dörfl bis zum Kreisverkehr zwischen Mannersdorf und Rattersdorf wird laut Straßenbaulandesrat Helmut Bieler im Sommer erfolgen. Die Fortführung bis zur Grenze – die restliche Strecke beläuft sich auf rund einen Kilometer – soll im Frühjahr 2018 starten.

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Quelle: Land Burgenland
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Drei mögliche Trassen (siehe Grafik) wurden dafür im Rahmen eines Vorprojekts untersucht und im Zuge einer Strategischen Umweltprüfung hinsichtlich verschiedener Kriterien, insbesondere Raum und Umwelt , bewertet. Vorigen Donnerstag wurden diese bei einer Planungsausstellung in Rattersdorf von Fachleuten und Projektverantwortlichen gemeinsam mit Landesrat Bieler präsentiert.

In Summe gesehen das Beste

Laut Experten ist die Variante 1 in Summe gesehen die beste, weil sie in allen Fachbereichen die geringsten Auswirkungen hat und am kostengünstigsten ist. Mit ein bisschen weniger als einem Kilometer ist diese die kürzeste Variante und wird rund 600 Meter nach der Grenze ins bestehende ungarische Straßennetz einmünden. Die Fahrbahnbreite pro Richtung wird 3,50 Meter betragen, die maximale Längsneigung 4 Prozent. Im Bereich des Hügels wird es einen bis zu zehn Meter tiefen Einschnitt geben.

Aufgrund der Trasse und topographisch bedingt wird es laut Fachleuten zu einer deutlichen Lärmverminderung für Rattersdorf-Liebing kommen. Außerdem soll diese auch eine wirksame Verkehrsentlastung für Rattersdorf mit sich bringen. Aktuell fahren durch die Bahnstraße laut Verkehrszählung 5.500 Kraftfahrzeuge pro Tag.

Fast 80 Prozent dieses Verkehrs soll sich auf die neue Straße verlagern, so dass laut Prognosen rund 1.600 Kraftfahrzeuge pro Tag verbleiben werden. Es folgt nun die sechswöchige Auflage für die Trassenverordnung und anschließend die Einreichung des Umweltverträglichkeitsprüfungs-Änderungsprojekts. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2018 geplant. Man rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr.