Alte Gerichte als Video: Neudorfer kocht auf . Der Neudorfer Richard Rath bereitet in seinen Videos alte Rezepte, manchmal neu interpretiert, zu.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 17. August 2018 (06:38)
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In der Küche. Durch den „Oma-Ofen“ auf der neu gebauten Terrasse begann Richard Rath auch mit seinen Videos als „Retrocooker“.

Richard Rath zeigt als „Retrocooker“ auf seiner Webseite und seinem Youtube-Kanal, wie man Gerichte nach alten Rezepten herstellt. „Ich bin gelernter Koch und habe auch jahrelang in dem Beruf gearbeitet. Vor einigen Jahren haben wir die Terrasse neu gebaut und ich wollte so einen richtigen ‚Oma-Ofen‘ haben“, erzählt er.

Rezepte in Mundart erklärt: „Das ist Absicht, ich wollte, dass es regional ist“

Mit den Videos habe er aus Spaß begonnen, er wollte alte Gerichte kochen und auch teilweise neu interpretieren. Unter anderem finden sich Videos zur Zubereitung von burgenländischen Feuerflecken, Beuschel oder auch Fiakergulasch und Apfelstrudel. Die Ideen stammen teilweise von ihm selbst, er holt sich aber auch Anregungen aus alten Kochbüchern – das älteste stammt aus dem Jahr 1752.

„Es gibt Rückmeldungen von Leuten, die sagen, so hat meine Oma gekocht“, führt Richard Rath aus. Die Rezepte wählt er nach Lust und Laune aus. „Ich sehe etwa ein Produkt und denke mir, damit muss ich etwas machen“, erzählt er. Rath möchte in seinen Videos auch vorzeigen, wie man Sachen, die normalerweise weggeschmissen werden, verwenden kann. „Ich möchte dort zeigen, wie man alles verbrauchen kann, etwa ein ganzes Tier“, erklärt er.

Fünfzig Prozent der Zuschauer kommen aus Österreich, auch viele Deutsche schauen zu. Doch es gibt auch Zuseher aus den USA oder Schweden, die zum Beispiel ausgewandert sind. Richard Rath erklärt in seinen Videos die Rezepte in Mundart. „Das ist Absicht, ich wollte, dass es regional ist“, meint er. Als Kamerafrau fungiert Gattin Sabine Rath. Aufgenommen wird der gesamte Zubereitungsprozess, dann wird so geschnitten, dass das Video etwa 10 bis 15 Minuten lang ist.

„Wir haben zeitgleich auch mit der Direktvermarktung angefangen“, meint er weiters. Die Raths produzieren etwa geräuchertes Salz, Marmeladen, Soßen und Gewürzöle. Die Produkte werden auch bei den Rezepten verwendet. Im Herbst soll es neue Videos geben, derzeit ist es dem „Retrocooker“ zu heiß zum Kochen.