Baustart im Frühjahr: Mahnmal wird errichtet. Eine Erinnerungsstätte für Roma und Euthanasieopfer wurde mehrheitlich im Gemeinderat beschlossen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Januar 2019 (04:30)
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Da auch Ritzing zu jenen Gemeinden gehört, in der vor dem Jahr 1938 Roma lebten, wurde der Tagesordnungspunkt „Ansuchen um Errichtung eines Mahnmales“ bei der vergangenen Gemeinderatssitzung behandelt. „Der Kurator für Mahnmale, Herbert Brettl, kam mit dem Ansuchen, eine Erinnerungsstätte für Roma und Euthanasieopfer zu errichten.

Für die Gemeinde entstehen keine Kosten. Die Arbeiten werden von einem beauftragen Künstler durchgeführt. Baubeginn wäre im Frühjahr, die Fertigstellung ist für Ostern geplant“, erklärt Bürgermeister Ernst Horvath.

Nach einigen Gesprächen wurde ein perfekter Platz für das Mahnmal in der Grünfläche vor der neu erweiterten Leichenhalle gefunden.

18 Steine geplant

Geplant sind 18 Steine, die mit einem Pfahl in die Wiese gelegt werden. „Das Denkmal muss auf einer freien Fläche mit Sonneneinstrahlung sein, deshalb wäre der Platz vor der Leichenhalle ideal. Auf diesen Steinen werden die Namen der aus Ritzing stammenden Opfer stehen und es soll so ähnlich wie eine Sonnenuhr funktionieren“, so Horvath.

Der Tagesordnungspunkt wurde mehrheitlich mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Liste für Ritzing (LFR) beschlossen — zwei Gemeinderäte von der LFR enthielten sich.