Manfred Spatzierer radelte 8.910 Höhenmeter. Manfred Spatzierer stellte sich der Herausforderung des „Everestings“. Der Wiener mit Ritzinger Wurzeln radelte mehr als 8.900 Höhenmeter.

Von Sarah Tesch. Erstellt am 18. Juni 2020 (05:34)

Einen Hügel so oft hinauf- und hinunterfahren, bis man die Höhenmeter des Mount Everest (8.848 Meter) geschafft hat – das ist der Radfahrer-Trend „Everesting“. Manfred Spatzierer hat sich dieser Herausforderung nun in Ritzing gestellt. Vergangenen Freitag, gegen 23 Uhr ging es los, die Strecke führte vom Feuerwehrhaus über die Lange Zeile und die Gasse „Neustift“ bis zum Waldrand. Am Samstag, um 20.43 – 367,8 Kilometer und 8.910 Höhenmeter später – hatte Spatzierer die Challenge gemeistert. „Insgesamt bin ich fast 18 Stunden gefahren, zirka alle acht Runden habe ich eine Pause von 20 Minuten gemacht“, erzählt Spatzierer. Tagsüber hatte der Hobby-Radler Unterstützung von ein paar Freunden erhalten, die mit ihm die Strecke fuhren. „Das ist wichtig, um gegen die Eintönigkeit anzukämpfen. Und es motiviert, wenn man einen Durchhänger hat.“

Der Wiener mit Ritzinger Wurzeln ist in seiner Freizeit sehr viel mit dem Rad unterwegs. Den Hügel in Ritzing habe er sich ausgesucht, da er eine starke Verbundenheit zu der Gegend spüre. „Als Kind waren wir im Sommer oft in Ritzing, da meine Mutter aus dem Ort kommt. Hier habe ich auch das Radfahren gelernt.“

Für das „Everesting“ waren auch eine Reihe an Vorbereitungen notwendig. So musste sich Manfred Spatzierer überlegen, welche Strecke dafür geeignet wäre. „Die Strecke hatte zirka vier Prozent Steigung. Das ist zwar ein bisschen zu wenig, um ideal zu sein, aber ansonsten hat alles gepasst.“ Der Hobbysportler platzierte Wasser und Lebensmittel, um sich zwischendurch zu stärken. „Man braucht dabei enorm viele Kalorien.“

Auch Anrainer unterstützten den Radler mit kleinen Stärkungen. Darüber hinaus beschäftigten ihn im Vorfeld die Fragen, wie die Straße beschaffen sei, wo es eng werden könnte und wie viel Zeit man einplanen müsse. Sportlicher Vorbereitung bedurfte es nicht, da Spatzierer viel Erfahrung mit dem Radsport hat.

„Nach der allerletzten Abfahrt gab es für uns alle ein kaltes Bier. Zwar bin ich kein Biertrinker, dieses war aber das beste meiner bisherigen Erinnerung“, so Manfred Spatzierer über die bewältigte Herausforderung.