NMS-Projekt in Oberpullendorf am Prüfstand

Da das Anbot für die Baumeisterarbeiten weit höher ist als angenommen, muss nach Einsparpotenzialen gesucht werden.

Erstellt am 22. Mai 2019 | 04:27
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Foto: Bilderbox.com

Die Sanierung der Neuen Mittelschule samt Musikschule gilt als eines der finanzintensivsten Bauprojekte, die von der Stadtgemeinde bislang umgesetzt wurden.

Grünes Licht hat der Gemeinderat bereits für die nötige Darlehensaufnahme gegeben, eine Projektsteuerung und zwei Bauleiter – aufgrund der Größenordnung des Projekts wurde die Bauaufsicht in die Bereiche Bau- und Gesamtkoordination sowie technische Ausrüstung aufgesplittet – wurden bereits bestellt.

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„Das Angebot für die Baumeisterarbeiten liegt aber weit höher als die Kostenschätzung“

Die geschätzten Kosten für die Gemeinde beliefen sich zuletzt auf rund 5,2 Millionen Euro. „Das Angebot für die Baumeisterarbeiten liegt aber weit höher als die Kostenschätzung“, erklärte ÖVP-Bürgermeister Rudolf Geißler dem Gemeinderat bei der jüngsten Sitzung. In Verhandlungsgesprächen mit dem Bestbieter werden Einsparungspotenziale gesucht.

Am 28. Mai findet dann ein Infoabend für den Gemeinderat mit den Planern statt, wo dieser die Ergebnisse dieser Verhandlungen präsentieren wird. Dann soll darüber diskutiert werden, ob diese Einsparungen ausreichen oder weitere Abstriche gemacht werden müssen.

„Wir müssen schauen, wie wir zusammenkommen und wenn es dann noch immer eine Differenz gibt, mit dem Steuerberater durchgehen, welche Auswirkungen das für Gemeindefinanzen hat bzw. auch Rücksprache mit dem Land über eine eventuelle Kreditaufstockung halten“, so Geißler.

„Wir müssen schauen, wie wir zusammenkommen"

SPÖ-Stadtrat Josef Hofer meinte: „Dass die NMS saniert gehört, wissen wir seit vielen Jahren – ohne Ansparsumme ist das fast ein bissal verantwortungslos.“ Und SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer kritisierte, dass man bislang 248.000 Euro für Honorare, Jury und Planungen ausgegeben hat und „das einzige, was wir wissen, ist, dass es zu teuer ist.“

„Verantwortungslos wäre gewesen, das Projekt auf die Reihe zu bringen, ohne vorher mit Steuerberater und Land abzuchecken, unter welchen Voraussetzungen wir uns eine Sanierung leisten können“, wies Geißler auf Einsparungsmaßnahmen und Gebührenerhöhungen im Zuge der Budgetkonsolidierung hin.

„Prinzipiell wollen wir die Schule bestmöglich sanieren"

„Eines spielt es auch nicht, zu sagen ich will das und zu glauben das geht so Hollodero ohne Begleitmaßnahmen“, so Geißler. Ihm geht es um die Suche nach Lösungen. „Prinzipiell wollen wir die Schule bestmöglich sanieren. Dafür wird man vielleicht den einen anderen Kompromiss eingehen müssen.“