Elisabeth Brandl: „Vorwärts zu den Wurzeln“. Die neue Marketing-Lady Elisabeth Brandl möchte das Rotweindorf Horitschon fein herausputzen und als Marke etablieren.

Von Dieter Dank. Erstellt am 24. Juli 2020 (05:41)
Vom Bier zum Wein. Elisabeth Brandl, lange für einen internationalen Bierkonzern tätig, trinkt am liebsten einen leicht gekühlten Blaufränkisch.
BVZ

Über 24 Jahre lang hatte Elisabeth Brandl eine leitende Position bei einem internationalen Bierkonzern inne. Dabei kümmerte sich die Obfraustellvertreterin der Wirtschaftskammer Wien (Sparte Freizeit & Sportbetriebe) um die Event- und Werbemaßnahmen im Osten Österreichs. „Für mich ist es quasi eine Reise vom Bier zum Wein“, schmunzelt die Inhaberin der Agentur Brandl-Events. Die Wurzeln der ehemaligen Wedding-Planerin waren in Oberpullendorf verankert. „Es ist ein Vorwärts zu meinen Wurzeln.“

Durch einen Zufall lernte sie Eva-Maria Iby vom Rotweingut Iby kennen, bei der sie sich die neu gebaute Event-Location ansah. Dabei kam auch ein Gespräch mit Weinbauvereinsobmann Michael Lehrner zustande, der auf der Suche nach Personal im Marketing-Bereich war. „Es war ein sehr gutes Gespräch und mir hat die Philosophie einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit einem ehrlichen Austausch gefallen.“

Horitschon soll das Rotweindorf werden

Viel Erfahrung sammelte Brandl bei ihrem Großvater, der Rotwein anbaute. „Hier im Rotweindorf Horitschon gibt es ehrliche und sehr naturverbundene Menschen. Mir taugt auch wahnsinnig, wie verschieden die einzelnen Weingüter sind, einfach eine wunderschöne Sache, bei der ich mich sehr wohl fühle.“ Für Brandl bietet die Blaufränkischlandgemeinde neben den edlen Weinen auch viele andere Sachen, die sehr schön sind. Dazu zählt das gesellige Dorfleben und Menschen die unter anderem Yoga im Weingarten machen.

An ein Gespräch mit Winzer Alfred Moritz vom Bioweingut Moritz über das kleine Örtchen Barolo (Italien) erinnert sich die Ausbildnerin am WIFI-Eisenstadt (Wedding-Planer & Diplomlehrgang für Eventmanagement) besonders gerne zurück. „Wie schaffte es dieser kleine Ort weltweite Bekanntheit zu erlangen? Die Antwort ist: die Basis Wein und gewisse andere Vorzüge. Horitschon ist kein lauter Ort, aber er steckt voller feiner Geschichten. Ich möchte so vielen Menschen wie möglich vermitteln, dass Horitschon automatisch mit Rotweindorf in Verbindung gebracht wird.“ Brandl selbst verkostet am Liebsten einen leicht gekühlten Blaufränkisch und lebt sehr gerne in der Stadt, schätzt aber genauso sehr das Land.